Open Data Hub Day 2026
Beim Open Data Hub Day in Bozen präsentierten Lucia Felbauer und Emma Giacomelli Boldrini das Projekt DIGIWAY und gaben Einblick in zentrale Ansätze zur Bereitstellung interoperabler Geodaten für mehr Sicherheit im alpinen Raum.

Open Data Hub Day 2026 in Bozen, bei dem DIGIWAY und seine Ansätze zu offenen Geodaten präsentiert wurden. © Open Data Hub NOI Techpark

Offene Geodaten als Grundlage
Im Mittelpunkt der Präsentation stand die zentrale Zielsetzung von DIGIWAY: die Bündelung und Harmonisierung verlässlicher Geodaten aus den drei Regionen Tirol, Südtirol und Trentino. Ziel ist es, einen offenen Datensatz zum Wanderwegenetz bereitzustellen, der als Grundlage für digitale Anwendungen dient – etwa für Tourenplanung, sicherheitsrelevante Informationen oder Besucherlenkung. Dabei wurde deutlich, dass gerade im Bergwandern oft eine konsistente und qualitätsgesicherte Datenbasis fehlt, obwohl digitale Tourenplanung zunehmend an Bedeutung gewinnt.
Zentrale Inhalte und Produkte
Anhand ausgewählter Beispiele wurden zentrale Ergebnisse des Projekts vorgestellt. Dazu zählen insbesondere der Vergleich von Wegeklassifikationen, die Ausgesetztheitskarte sowie der harmonisierte Geodatensatz, der über den Open Data Hub bereitgestellt wird.
Ein besonderer Fokus lag auf der Interoperabilität: Unterschiedliche Datenmodelle, Systeme und Qualitätsniveaus in den drei Regionen werden durch automatisierte Prozesse zusammengeführt und in einen einheitlichen Datensatz überführt. Dieser wird als Open Data zur Verfügung gestellt und kann von Anwendungen und Plattformen direkt genutzt werden.
Anwendung und Ausblick
Die Ausgesetztheitskarte stellt ein ergänzendes Instrument dar und bildet gezielt die möglichen Konsequenzen eines Sturzes ab. Der Datensatz wird offen bereitgestellt und kann über eine Schnittstelle in bestehende Anwendungen integriert werden.
Abschließend wurde die Frage aufgeworfen, inwieweit dieser Ansatz künftig zur Unfallprävention und zur Unterstützung der Tourenplanung beitragen kann und wie er von weiteren Akteur:innen aufgegriffen und weiterentwickelt werden kann.
Gleichzeitig wurde ausdrücklich dazu eingeladen, den Ansatz kritisch zu hinterfragen und weiterzudenken. Im Rahmen des Projekts konnten nicht alle möglichen Entwicklungsschritte umgesetzt werden, weshalb insbesondere GIS‑Entwickler:innen eingeladen sind, darauf aufzubauen und zusätzliche Anwendungen und Produkte zu entwickeln.
DIGIWAY im Kontext des Open Data Hub
Die Präsentation zeigte, wie DIGIWAY konkret in die Infrastruktur des Open Data Hub eingebunden ist und wie die Projektergebnisse dort zur Verfügung gestellt werden. Damit wird eine wichtige Grundlage geschaffen, um Daten nicht nur bereitzustellen, sondern auch aktiv nutzbar zu machen – etwa über Schnittstellen oder Web‑Komponenten für externe Anwendungen. Der Beitrag verdeutlichte, welches Potenzial in offenen und harmonisierten Geodaten liegt: Sie ermöglichen nicht nur bessere digitale Tourenplanung, sondern bilden auch die Grundlage für neue Anwendungen, Modelle und Services im alpinen Raum.
Weiterführende Informationen
Weiterführende Informationen stehen im Bereich „Produkte und Ergebnisse“ zur Verfügung: siehe dazu
- Ausgesetztheitskarte ,
- Vergleichstool für Wegeklassifikationen und
- Software zur Zusammenführung amtlicher Wegedaten.
Der gesamte Vortrag steht zudem als Video zur Verfügung und kann nachgesehen werden: Open Data Hub Day – Vortrag DIGIWAY
Die Präsentationsfolien sind ebenfalls online verfügbar: Open Data Hub Day – Folien DIGIWAY
Der Vortrag wurde in englischer Sprache gehalten.
Kontakt

Provinz Trient / Dienststelle für Sport und Tourismus
Emma Giacomelli Boldrini
Via Romagnosi 9, I-38122 Trient
Land Tirol / Abteilung Forstorganisation
Lucia Felbauer
Bürgerstraße 36, A-6020 Innsbruck