TRIENT – Ganz im Zeichen der Schule stand der erste Euregio-Dienstag2026 am 20. April. Auch in ihrem vierten Jahr finden die Veranstaltungen finden immer in der Casa Moggioli, Sitz des Informations- und Koordinierungsbüros der Euregio Tirol–Südtirol–Trentino in Trient statt.
Zum Auftakt lud die Euregio zusammen mit dem Trentiner Bildungsressort und dem Bildungsforschungsinstitut IPRASE Lehrpersonen vor allem aus Trentiner Grund- und Mittelschulen ein, um unter dem Motto „Euregio in den Schulen“ neue didaktische Strategien für politische Bildung, aktive Bürgerschaft, Deutschunterricht und grenzüberwindende Zusammenarbeit im Bildungsbereich zu erarbeiten.
An der Veranstaltung nahm der Trentiner Landesrat zur Förderung der Kenntnis der Autonomie Simone Marchiori teil, der Grüße von der Landesrätin für Bildung, Francesca Gerosa, überbrachte.
„Die Euregio in die Schulen zu bringen, ist eine Priorität: Es bedeutet, die neuen Generationen in den Werten des Zusammenlebens, der Zusammenarbeit und des Dialogs zwischen den Regionen zu schulen. Hier wird die Zukunft aufgebaut, ausgehend von den Jugendlichen und der Fähigkeit unserer Regionen, gemeinsam zu wachsen, nicht getrennt“, betonte Marchiori.
Der Schulamtsleiter des Trentino, Giuseppe Rizza berichtete, dass die Euregio‑Initiativen zur Qualität des Bildungsangebotes beitragen und den Europagedanken stärken:
„Indem wir Schulsysteme vergleichen, über engagierte Lehrkräfte verfügen, die Mehrsprachigkeit achten und innovative didaktische Methoden einsetzen, können wir bewusstere, aufgeschlossene und strukturierte Bildungswege beschreiten.“
Rizza hat zudem die Botschaft von Stadtrat Gerosa weitervermittelt und hervorgehoben. Am Rande der Veranstaltung brachte Gerosa seine Anerkennung für die Initiative zum Ausdruck und unterstrich den Wert der bestehenden Zusammenarbeit:
„Die Euregio stellt für unsere Schulen eine konkrete Chance dar: : Sie ermöglicht es, sprachliche Kompetenzen zu stärken, Wege der politischen Bildung und die Kenntnis über die jeweils anderen Euregio‑Länder zu fördern.“ Grenzüberschreitende Bildungsprojekte seien ein wesentlicher Mehrwert für die schulische und persönliche Entwicklung der Schülerinnen und Schüler und fördern ein stärkeres Bewusstsein für die euroregionale Dimension sowie für den internationalen Kontext.“
Euregio-Neuheiten: Vom Online‑Portal zu Interreg‑Projekten
Im ersten Veranstaltungsteil wurden die wichtigsten Weiterentwicklungen des Euregio‑Bildungsangebotes für das kommende Schuljahr vorgestellt. Elisa Bertò, Vertreterin des Trentino im Generalsekretariat der Euregio ging auf die zahlreichen Neuerungen ein:
„Dazu zählen der Relaunch von ‚Euregio macht Schule‘ mit einem deutlich benutzerfreundlicheren Online‑Portal und der Start von ‚Euregio goes school‘, dem neuen Projekt aus dem Interreg‑Programm Italien–Österreich. Gleichzeitig wird das Bildungsangebot immer dynamischer: Das Format ‚L’Euregio incontra le scuole‘ (Euregio trifft Schule) entwickelt sich mit Workshops zu Projektmanagement und spielerischen Erziehungselementen weiter. Eine zentrale Rolle nehmen weiterhin die Schulpartnerschaftenein. Sie wurden als tragende Säule für den direkten Austausch zwischen Schülerinnen und Schülern bestätigt.“
Austausch bewährter Praxis und Workshop
Im zweiten Veranstaltungsteil hatten die Lehrpersonen selbst das Wort: Anhand ihrer eigenen Erfahrung berichteten Lehrkräfte verschiedener Schulen über erfolgreiche Schulpartnerschaften, innovative Projekte und Ansätze für den Deutschunterricht bis hin zur Zusammenarbeit mit lokalen Einrichtungen und der Umsetzung des Abkommens zur Zweisprachigkeit.
Abschließend wurden im einem praxisorientiertem Workshop Rückmeldungen zu bestehenden Initiativen gesammelt und neue didaktische Instrumente entwickelt, die ab September in die Schulpraxis integriert werden sollen.



