Mit Euregio goes School entsteht eine gemeinsame digitale Bildungsplattform für die Euregio Tirol–Südtirol–Trentino. Sie bündelt bestehende Bildungsangebote und macht diese grenzüberschreitend zugänglich.
Im Zentrum steht die Vernetzung der Schulverwaltungen in der Euregio mit konkreten Umsetzungszielen, die auf einer digitalen Plattform Unterrichtsmaterialien, Schulwettbewerbe und Austauschprogramme zusammenführt. Ergänzend dazu sind grenzüberschreitende Fortbildungsangebote für Lehrpersonen zum Thema Europa vorgesehen. Dadurch wird ein strukturierter und öffentlicher Zugang zu Bildungs- und Austauschangeboten aus allen drei Landesteilen geschaffen.
Multiperspektivischer Zugang
Ein weiteres Bildungselement ist die Entwicklung historischer und geografischer Karten mit didaktischem Begleitmaterial. Die Materialien fördern einen multiperspektivischen Zugang zu historischen, geografischen, wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Themen und regen Schülerinnen und Schüler dazu an, Karten als Informations-, Kommunikations- und Partizipationsmedium kritisch und kreativ zu nutzen. Sie werden gemeinsam mit Fachdidaktiker:innen und Lehrpersonen entwickelt, digital als Open Educational Resources sowie in gedruckter Form veröffentlicht und durch begleitende Fortbildungsangebote für Lehrpersonen ergänzt.
Euregio-Atlas
Parallel dazu wird eine Machbarkeitsstudie zur Weiterentwicklung wie Zusammenführung des bestehenden Tirol Atlas der Universität Innsbruck (https://tirolatlas.uibk.ac.at/) zu einem digitalen Euregio-Atlas durchgeführt. Dieser könnte künftig geografische, historische und jeweils aktualisierte statistische Inhalte aus Tirol, Südtirol und dem Trentino verbinden und für den Unterricht wie auch für eine breitere Öffentlichkeit aufbereiten.
LADIN+
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung eines Modells für den Ladinischunterricht als außerunterrichtliche Aktivität. Dieses wird gemeinsam mit dem Istitut Cultural Ladin Cesa de Jan sowie den zuständigen Bildungsstrukturen entwickelt und erstmals auch außerhalb der traditionellen ladinischen Sprachgebiete erprobt.
Insgesamt entsteht damit die Basis für eine digitale Euregio-Bildungsinfrastruktur, die die Zusammenarbeit zwischen Schulen stärkt und die Euregio als gemeinsamen Bildungsraum weiterentwickelt.
Unsere Partner:innen und Fördergeber:innen
Das Projekt „Euregio goes School (EUREDU)“ wird 2026-2028 von der Euregio Tirol-Südtirol-Trentino als Leadpartner gemeinsam mit den zuständigen Bildungsdirektionen, Landesämtern und -einrichtungen, dem Institut für Geschichte der Universität Innsbruck (Projektpartner) sowie dem ladinischen Kulturinstitut Cesa de Jan (Projektpartner) mit finanzieller Unterstützung durch das Interreg-Programm Italien-Österreich umgesetzt. Das Projektbudget beträgt EUR 937.253,95, davon EUR 749.803,16 aus Mitteln des Europäischen Regionalfonds (EFRE).
Assoziierte Partner sind der EVTZ Euregio Senza Confini und die Paris-Londron-Universität Salzburg (Kulturwissenschaftliche Fakultät, Fachbereich Romanistik).