Am Montag, 7. September 2026 fand im Südtiroler Landtag in Bozen eine Koordinierungssitzung der Landtagspräsidenten des Dreier-Landtags statt: Angelo Gennaccaro (Südtirol), Jakob Wolf (Tirol) und Claudio Soini (Trentino). Für den erst Anfang Juli gewählten Tiroler Landtagspräsidenten Wolf handelte es sich um das erste persönliche Treffen mit seinen Amtskollegen.
Im Mittelpunkt der Zusammenkunft stand eine angedachte Reform des Dreier-Landtags. „Wir haben intensiv über die Reorganisation der gemeinsamen Sitzung der Landtage von Tirol, Südtirol und dem Trentino diskutiert und mehrere mögliche Wege erörtert, die nun im Detail ausgearbeitet werden und anschließend mit den Abgeordneten in den drei Ländern besprochen werden”, betonte der Tiroler Landtagspräsident Jakob Wolf, der die Sitzung als geschäftsführender Präsident des Dreier-Landtags geleitet hatte, im Anschluss an das Treffen.
„Unser Ziel ist es”, ergänzte Angelo Gennaccaro, Präsident des Südtiroler Landtags, „das gesamte Prozedere zu vereinfachen, die Abläufe wirksam und effizient zu gestalten und den Dreier-Landtag im Interesse der Bevölkerung insgesamt weiter aufzuwerten.”
Es gelte, so der Präsident des Trentiner Landtags, Claudio Soini, mit einer Reform die gemeinsame Sitzung als „grenzüberschreitende Einrichtung zu gestalten, die nahe an den Bürgerinnen und Bürgern ist und von der diese profitieren können. Dazu muss sie einfach und zweckmäßig aufgebaut sein.”
Als Dreier-Landtag bezeichnet man die gemeinsame Sitzung des Südtiroler Landtags, des Tiroler Landtags sowie des Landtags der Autonomen Provinz Trient, die alle zwei Jahre abwechselnd in einem der Länder stattfindet. Die erste gemeinsame Sitzung fand im Mai 1991 in Meran statt, so wie auch die bis dato letzte im Juni 2025. Im kommenden Jahr (2027) wird der Dreier-Landtag vom Tiroler Landtag organisiert.
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