BOZEN (LPA). Wie ein Komet am Himmel leuchtet, brachte ein grenzübergreifendes Ensemble beim Euregio-Kulturdonnerstag den Kornplatz zum Klingen: Vor dem Waaghaus in Bozen erlebte das Publikum am 23. Juli eine musikalische Uraufführung für echte Feinschmecker.
Der Komponist und Schlagzeuger Daniele Patton hatte eigens für die Euregio Tirol-Südtirol-Trentino die Komposition "Acquarius Euregian Comets" geschaffen und seine Trentiner Jazzband Acquarius zu einer Formation aufstrebender Musiktalente aus dem gesamten Euregio-Raum erweitert: Neben den Bandkollegen Giulio Ferraro an der Trompete, Leonardo Carta (Keyboards) und Tommaso Cifariello (E-Bass) traten somit auch die Tiroler Bassklarinettistin Belinda Miggitsch und der Südtiroler Gitarrist Gabriele Brazzo auf (LPA hat berichtet).
Harmonie in der Vielfalt
Der Präsident des Südtiroler Landtages Angelo Gennacaro hatte den Abend eröffnet: "Wieder einmal zeigt sich, wie Musik grenzenlose Kraft entfalten kann: Sechs Künstlerinnen und Künstler kommen aus drei verschiedenen Ländern und sprechen unterschiedliche Muttersprachen. Als harmonische Einheit bringen sie Pattons Kompositionen zum Klingen. Wir hoffen, dass sich die Überzeugung dieser 'Einheit in der Vielfalt' auf das Publikum überträgt."
Vor dem Sitz der Euregio unterstrich deren Generalsekretär, Matthias Fink, die universelle Sprache der Musik, die sich in der grenzüberschreitenden Besetzung der Jazzband „AQUARIUS EUREGIAN COMETS“ widerspiegle: „Menschen über Grenzen hinweg zu verbinden, gehört zum Kernauftrag der Euregio Tirol-Südtirol-Trentino. Diesen Gedanken leben und verwirklichen wir Tag für Tag in unserer Arbeit auf allen Ebenen.“
Rhythmisches Ritual
Pattons neue Arrangements bewegen sich zwischen Jazz, Londoner Clubkultur und elektronischen Beats. Sie wirken wie ein modernes rhythmisches Ritual. Es freue und ehre ihn sehr, seine Musik im Rahmen des Euregio-Kulturdonnerstags aufführen zu können, sagte der junge Musiker: "Bereits bei der EuregioJazzWerkstatt 2025 konnte ich mit Musikern aus der Euregio zusammenarbeiten. Mein Projekt durch neue Musiker zu erweitern, sehe ich immer als großartige Gelegenheit – auf menschlicher und beruflicher wie auf künstlerischer und kreativer Ebene. Verschiedene Parts meiner Musik für diese Besetzung zu arrangieren, war eine schöne Herausforderung!"
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