TRIENT/TOBLACH/INNSBRUCK (LPA). Mit einer musikalischen Hommage an Europa und die Euregio präsentierte sich das Euregio-Jugendblasorchester 2026 vom Donnerstag, 23. bis Samstag, 25. Juli bei seiner dreitägigen Konzerttournee durch das Trentino, Südtirol und Tirol.
Die Konzerte in Trient, Toblach und Innsbruck bildeten den Abschluss einer intensiven Probenwoche im Euregio-Kulturzentrum von Toblach. Die musikalischen Nachwuchstalente aus der gesamten Euregio Tirol-Südtirol-Trentino hatten ein vielseitiges Programm einstudiert. Die musikalische Leitung lag bei einem Dirigententrio mit einer feinen Mischung aus neuen Impulsen und Erfahrung: Michael Vikoler aus Südtirol und Lukas Hofmann aus Tirol sind zum ersten Mal am Euregio-Dirigentenpult, Franco Puliafito aus dem Trentino leitet dieses bereits zum neunten Mal.
Kompatscher: „Über Grenzen hinweg zu harmonischem Ganzen“
"Es ist beeindruckend zu sehen, mit welchem Engagement die jungen Musikerinnen und Musiker Jahr für Jahr zusammenarbeiten. Das Euregio-Jugendorchester zeigt, wie Menschen aus verschiedenen Teilen unserer Euregio durch die Musik zusammenfinden“, sagte der Präsident der Region Trentino-Südtirol, Südtirols Landeshauptmann Arno Kompatscher nach dem Konzertbesuch im Teatro Capovolto in Trient. Es sei nicht einfach, 51 Einzelmusiker und -musikerinnen aus drei Ländern und mit unterschiedlicher Muttersprache über so manche kulturelle Grenze hinweg zu einem harmonischen Ganzen zu vereinen. „Damit steht das Orchester für die Grundwerte, die Europa im Großen genauso prägen wie unsere Euregio im Kleinen“, sagte Kompatscher. Weitere Persönlichkeiten aus der Euregio haben eines der drei Konzerte besucht, darunter die Landtagsvizepräsidenten Arnold Schuler (Südtirol) und Dominik Mainusch (Tirol), sowie die Trentiner Vertreterin im Generalsekretariat der Euregio, Elisa Bertò (Trient).
Europa in Bewegung
Das musikalische Programm stand unter dem Motto „Europa in Bewegung – Reise, Begegnung, Wandel“. Nach dem Auftakt mit Beethovens Europahymne führte der Streifzug durch viele europäische Länder: So gab das Orchester „Finlandia“ von Jean Sibelius, „Ponte Romano“ (Jan Van der Roost) oder „Eiffel Tower“ (Otto M. Schwarz) zum Besten. Verschiedene Sichtweisen mit Komponisten aus der Euregio oder mit Bezug zu den Euregio-Ländern wurden auch durch „Perspektiven“ von Tobias Psaier, „Galileo“ von Thomas Doss oder „Resurges“ von Hermann Pallhuber hörbar.
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