How Europe wins – wie kann Europa in den entscheidenden Bereichen überhaupt noch gewinnen? Diese Frage steht im Mittelpunkt des 81. European Forum Alpbach (EFA), welches von 24. August bis 4. September 2026 in Alpbach stattfindet. Mit dabei sind Stimmen aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Kultur – junge DenkerInnen aus der ganzen Welt gleichermaßen wie erfahrene EntscheidungsträgerInnen, darunter EU-Kommissar Magnus Brunner, EU-Sonderbeauftragte Mairead McGuinness, Außenministerin Beate Meinl-Reisinger sowie Georgiens Präsidentin Salome Zourabichvili oder auch Nobelpreisträger Joseph E. Stiglitz und Lea Ypi von der London School of Economics. Das EFA 26 besteht auch heuer aus den Academy Days für StipendiatInnen, den kostenlosen Euregio Days der Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino und den Conference Days mit vier Hauptthemen.
Heute, Dienstag, präsentierten der derzeitige Euregio-Präsident LH Anton Mattle und EFA-Präsident Othmar Karas in Innsbruck erste Einblicke in das diesjährige Programm.
Regionen als Antwort auf die Herausforderungen Europas
„Das European Forum Alpbach stellt die Frage, wie Europa angesichts der Herausforderungen unserer Zeit gewinnen kann. Mit den Euregio Days geben wir darauf eine klare Antwort: Europa gewinnt mit starken Regionen“, betont LH Mattle und führt weiter aus: „Seit über 80 Jahren ist Alpbach im Sommer das Herz Europas. Der Austausch beim Forum ist ein Motor für Zusammenarbeit, Innovation und neue Denkansätze. Ich lade daher alle Interessierten ein, das EFA 2026 zu besuchen und Teil dieses Austauschs zu werden.“
EFA-Präsident Karas ergänzt: „Mit dem Motto ‚How Europe Wins‘ stellen wir die Frage, wie Europa erfolgreich sein kann. Gleichzeitig fragen wir aber auch: Muss jemand verlieren, damit Europa gewinnt? Und in welchen Bereichen ist Europa heute bereits stärker, als vielen bewusst ist? Die Stärke des EFA liegt im offenen Dialog über Generationen, Fachrichtungen und Grenzen hinweg. Neben renommierten internationalen Persönlichkeiten legen wir unseren Fokus einmal mehr auf die Jugend Europas. Denn für mich ist klar: Die nächste Generation nimmt in Alpbach nicht nur teil – sie gestaltet und prägt dieses einzigartige Format wesentlich mit.“
EFA 26: Zwölf Tage – drei Säulen
Drei Säulen prägen das EFA 2026:
- Die Academy Days: Über 500 StipendiatInnen aus mehr als 40 Ländern nehmen täglich an Studios und Seminaren teil, in denen sie sich inhaltlich mit den zentralen Themen des Forums auseinandersetzen. Auch heuer haben sich wieder über 6.000 junge Menschen aus der ganzen Welt für die begehrten Plätze beworben. Gleich 13 der StipendiatInnen kommen aus Tirol.
- Die Euregio Days: Heuer erstmals im Zentrum des Forums stehen die Euregio Days, vom 27. bis zum 30. August, mit dem Fokus auf regionale AkteurInnen und den Regionen als Stärke Europas. Wie bereits im vergangenen Jahr können die Euregio Days auch heuer von allen Interessierten kostenlos besucht werden. Die Anmeldung erfolgt über den Ticket-Shop auf der Website des EFA.
- Die Conference Days: Den dritten Teil des Programms bilden die Conference Days mit hochkarätigen Vorträgen, Diskussionen und vielfältigen Networking-Formaten. Sie werden am Sonntagnachmittag, dem 30. August, eröffnet und am Freitag, dem 4. September mit der übergreifenden Leitfrage „Which Story Do We Want to Tell?“ abgeschlossen. Von Montag bis Donnerstag widmet sich jeweils ein prominent besetztes Haupt-Panel einem von vier Fokusthemen tiefergehend. Unter dem Fokusthema „Handlungsfähigkeit & Erneuerung” wird am Montag erörtert, was es konkret bedeutet, wenn Europa in einer Welt voller Geschwindigkeit, Ungewissheit und geopolitischer Konkurrenz seine Entscheidungsmacht zurückgewinnen will. Das Fokusthema „Finanzen & Vertrauen” untersucht am Dienstag, wie Europa seine gemeinsamen Ressourcen verteilt – und wie sich diese Entscheidungen auf unsere gemeinsame Zukunft auswirken. Am Mittwoch beleuchtet das Fokusthema „Technologie & Gesellschaft“, was Europa erneuern muss, um sein eigenes Schicksal weiter in der Hand zu haben. Das Fokusthema „Envisioning the Europe We Build” beschäftigt sich am Donnerstag mit der Frage, wie Selbstbestimmung auf einem Kontinent aussehen kann, der tief verflochten, strukturell verletzlich und historisch einzigartig ist. Für die Conference Days genügt heuer erstmals ein einziges Ticket, um sämtliche Programmpunkte besuchen zu können.
Alle Informationen zum EFA 2026, das vollständige Programm sowie den Ticket-Shop finden Interessierte unter www.alpbach.org.
Euregio Days: „Starke Regionen. Starkes Europa. Gemeinsam!“
Heuer stehen die Euregio Days am EFA klar im Zeichen der Regionen Europas. Das Motto, angelehnt an die aktuelle Präsidentschaft Tirols in der Euregio Tirol-Südtirol-Trentino, lautet: „Starke Regionen. Starkes Europa. Gemeinsam!“. Über vier Tage werden zahlreiche Veranstaltungen und Workshops angeboten – vom Festakt zum 15-jährigen Jubiläum der Euregio Tirol-Südtirol-Trentino über Netzwerktreffen für junge Start-up-GründerInnen und Formate zur Vernetzung von Wirtschaft und Kultur bis hin zu europäischer Zusammenarbeit im Rahmen des Ausschusses der Regionen und zur Verleihung der Euregio Awards.
Den Höhepunkt bildet einmal mehr der Euregio Summit am Sonntag, 30. August. Neben Grußworten von EU-Kommissar Magnus Brunner und Kata Tüttő, Präsidentin des Europäischen Ausschusses der Regionen, wird Josef Aschbacher, Generaldirektor der Europäischen Weltraumorganisation ESA, die Keynote halten.
„Die ESA ist ein Vorbild dafür, wie europäische Zusammenarbeit Innovation schafft. Hunderte Unternehmen sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus ganz Europa – auch aus der Euregio Tirol-Südtirol-Trentino – leisten Beiträge zu den Projekten der ESA. Ein kleines Bauteil aus unserer Euregio kann so Teil eines bedeutenden Forschungssatelliten werden. Lokale Innovationen finden hier Anwendung bei der Lösung globaler Herausforderungen. Das zeigt eindrucksvoll: Starke Regionen, Zusammenarbeit und Innovation sind die Grundlage für ein starkes Europa“, erklärt LH Mattle.
„Die Partnerschaft zwischen dem EFA und der Euregio Tirol-Südtirol-Trentino beruht seit jeher auf dem gemeinsamen Verständnis, dass Europa in den Regionen beginnt. Durch diese Zusammenarbeit gelingt es uns, gemeinsam den Bogen von der Region, über Österreich und Europa bis hin zu globalen Fragen zu spannen”, dankt Othmar Karas.
Euregio-Awards mit neuem Format und Rekordbeteiligung
Vieles an den Euregio Days ist heuer neu – das gilt auch für die Euregio Awards (JungforscherInnenpreis und Innovationspreis). Erstmals gibt es pro Award zwei Kategorien – dotiert sind die Preise mit bis zu 4.500 Euro (JungforscherInnen) und 9.000 Euro (Innovationspreis) (siehe dazu auch die Presseaussendung des Landes vom 19. März 2026)
Für die Preise, die gemeinsam von der Wirtschaftskammer Tirol, den Handels- und Wirtschaftskammern Bozen und Trient sowie der Euregio Tirol-Südtirol-Trentino vergeben werden, gab es heuer so viele Bewerbungen wie noch nie: Insgesamt haben heuer über 100 Personen Projekte und Ideen eingereicht. Die besten Einreichungen nehmen am 29. August am Finale in Alpbach teil.
EFA als Plattform für vielfältigen Austausch
“Das EFA ist in seiner Form einzigartig und unersetzbar. Es ist keine Spartenkonferenz oder Branchentreffen. Als größtes, unabhängiges pro-europäisches Forum Europas bildet es die Realität einer vernetzten Gesellschaft ab. Es ist der länder-, generationen- und fachübergreifende Dialog, der das Forum auszeichnet. Um das Ziel eines starken und handlungsfähigen Europas zu erreichen, braucht es jedoch mehr als offenen Austausch und länger als zwei Wochen in Alpbach. Entscheidend ist daher, dass aus Ideen und Diskussionen konkretes, entschlossenes und konsequentes Handeln entsteht – das weit über das EFA hinausgetragen wird”, betont EFA-Präsident Karas.
Land Tirol/Abteilung Öffentlichkeitsarbeit

