MATREI (LPA). Passend zum Tagungsort auf Schloss Trautson oberhalb von Matrei am Brenner beschäftigten sich die Euregio-Führungsgremien am 3. Juni mit dem zu Ende gegangenen zweiten sowie auch dem künftigen, dritten Euregio-Museumsjahr 2029.
Zum Abschluss der Ausgabe 2025 hat eine Delegation der Museumsjahr-Steuerungsgruppe mit Elisabeth Vallazza vom Betrieb Südtiroler Landesmuseen, Lisa Noggler-Gürtler, Obfrau von tiMus – Verband Tiroler Museen, und Francesco Frizzera, Direktor des historischen Kriegsmuseums MITAG, der Euregio-Versammlung symbolisch die Wanderfahne mit "Forderungen der Museen an die Gesellschaft" überreicht.
Der Euregio-Präsident, Tirols Landeshauptmann Anton Mattle bedankte sich bei den vielen Beteiligten aus der "lebendigen Museenlandschaft in der Euregio. Dazu gehören die Ehrenamtlichen und Mitarbeitenden in den Museen selbst genauso wie die Verwaltungen der Gemeinden und Länder. Sie alle machten das Euregio-Museumsjahr 2025 zu dem Erfolg, von dem wir heute im Rückblick zurecht sprechen: Sie haben sich stärker vernetzt und zugleich Tausende von Menschen zur Auseinandersetzung mit unserer gemeinsamen Geschichte, Gegenwart und Zukunft angeregt."
Etwa 325.000 Besucherinnen und Besucher hatten die vielfältigen Ausstellungen und Veranstaltungen der mehr als 30 beteiligten musealen Einrichtungen aus Tirol, Südtirol und dem Trentino besucht. Erinnert wurde im Museumsjahr an die Bauernunruhen im Jahr 1525. In Anlehnung an die Forderungen Michael Gaismairs reichten die Inhalte unter dem Motto "weiter sehen" bis zu aktuellen Fragen zu Gerechtigkeit und Widerstand und fanden auch in einem reichhaltigen multimedialen Informationsangebot und didaktischen Materialien für Schulen Niederschlag.
Auch Südtirols Landeshauptmann Arno Kompatscher zog ein positives Resümee: "Die Erfahrungen der ersten beiden Ausgaben 2021 unter Tiroler und 2025 unter Südtiroler Präsidentschaft haben gezeigt, dass mit dem Format Museumsjahr Grenzen überwunden werden: Es ist bei großem Zuspruch gelungen, die gemeinsame Geschichte und die gemeinsamen Wurzeln hervorzustreichen. Die Initiative hat den Euregio-Gedanken gestärkt."
Nach dem Museumsjahr ist vor dem Museumsjahr
Aufbauend auf den positiven Erfahrungen der bisherigen Ausgaben hat sich die Euregio daher für ein drittes Museumsjahr unter Trentiner Vorsitz entschieden. Auch dieses soll sich mit einem relevanten kulturellen Thema in der Euregio auseinandersetzen und im Zeitraum 2029-2030 stattfinden.
Erfreut nahm der Trentiner Landeshauptmann Maurizio Fugatti diese Entscheidung auf und knüpfte an die Erfolge der bisherigen Ausgaben an: "Gerne werden wir während der nächsten Trentiner Euregio-Präsidentschaft mit einer dritten Ausgabe des Euregio-Museumsjahres fortfahren. Dieses langfristig angelegte Projekt ist ein fester Bestandteil des Euregio-Arbeitsprogramms. Wir werden alles daransetzen, allen Vorschlägen nachzukommen, die die grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Museumsbereich weiter stärken und damit die gemeinsame Identität der Euregio weiter fördern."
Bis zur Vorstandssitzung im Herbst 2026 soll das konkrete Thema sowie der Zeitrahmen feststehen. Bereits jetzt steht fest, dass noch stärker auf grenzübergreifende Zusammenarbeit Wert gelegt wird: Nur noch Kooperationsprojekte von Museen aus mindestens zwei Landesteilen sollen unterstützt werden. Einzelprojekte könnten sich als assoziierte Projekte anschließen. Weitere Kooperationen – etwa mit dem EVTZ Euregio-Connect oder anderen Partnern in der Gesellschaft – sollen ebenfalls in Betracht gezogen werden.
Zusatzinformationen
Forderungen der Museen an die Gesellschaft
MATREI (LPA). Bei den Sitzungen von Euregio-Vorstand und Euregio-Versammlung hat eine Delegation des Euregio-Museumsjahrs 2025 den Landeshauptmännern eine Wanderfahne überreicht. Alle beteiligten musealen Einrichtungen hatten während des Veranstaltungsjahrs – in Anlehnung an Michael Gaismairs Forderungen nach Gleichheit vor 500 Jahren – ihre "Forderungen der Museen für die Gesellschaft" auf die Fahne geschrieben. Zusammengekommen ist eine bunte Sammlung an Sprüchen und Zeichnungen. Den von der Fahne zurückgelegten Weg kann man auf der Website des Euregio-Museumsjahrs unter https://2025.euregio.info/ sichtbar nachverfolgen.
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