Eröffnet wurde die Ausstellung vom Trentiner Landtagspräsident Claudio Soini und von Landeshauptmann Maurizio Fugatti, in Anwesenheit der Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments, Antonella Sberna und Euregio-Vertreterin Elisa Bertò.
Die Ausstellung wurde vom Präsidium des Trentiner Landtages in Zusammenarbeit mit der Stiftung „Museo storico del Trentino“ und der Stiftung „Alcide De Gasperi“ organisiert und von Marco Odorizzi und Elena Tonezzer in Zusammenarbeit mit Monica Avancini kuratiert. Die Initiative – die zeitgleich mit dem 80. Jahrestag der Gründung der Italienischen Republik und des De-Gasperi-Gruber-Abkommens stattfindet – steht unter der Schirmherrschaft der Euregio.
Im Wesentlichen handelt es sich um eine Zusammenfassung der thematischen De-Gasperi-Ausstellungen, die seit 2024 im Palazzo Trentini in Trient gezeigt wurden und nun auf europäischer Ebene sowie am Sitz der EU präsentiert werden, wo De Gasperi als einer der Väter der Union selbst gewürdigt und geehrt wird. Die Ausstellung auf belgischem Gebiet umfasst 43 Tafeln, die die wichtigsten Aspekte des politischen und privaten Lebens des Staatsmannes beleuchten.
Die Eröffnung fand in Anwesenheit hochrangiger Persönlichkeiten statt, darunter der Trentiner Landesrat Simone Marchiori, zahlreiche Europaabgeordnete sowie Degasperis Enkelin Francesca Romana Castelli und der Tiroler Landtagspräsident Jacob Wolf.
Der Präsident des Trentiner Landtages, Claudio Soini, erklärte: „In diesem Jahr gedenken wir bedeutender Jahrestage. 1946 war das Jahr der Gründung der Italienischen Republik. Es war das Jahr, in dem italienische Frauen zum ersten Mal an Wahlen teilnahmen. Und es war das Jahr, in dem der Weg begann, der unserer regionalen Autonomie Gestalt geben sollte. Am 5. September vor 80 Jahren gelang es, die Bedeutung der Brennergrenze zu verändern: von einem nationalistischen Bollwerk zu einem Ort der Begegnung zwischen Völkern, die zwar durch die Sprache getrennt, aber durch die Geschichte vereint sind und dazu berufen sind, durch die uns von der Verfassung anerkannte Sonderautonomie neue und bisher unbekannte Formen des Zusammenlebens zu erproben. Schon allein bei der Erwähnung seines Namens fühlen wir uns in diesem Gebäude, in dieser Stadt, die so sehr von den Entwicklungen jenes europäischen Traums geprägt ist, den De Gasperi noch rechtzeitig erahnen konnte, zu Hause – im Bewusstsein, wie er selbst schrieb: „Wir Älteren werden leider vielleicht nicht die volle Reife erleben. Aber die Jungen schon. Unsere Kinder werden uns für die unternommenen Anstrengungen segnen.“
So äußerte sich hingegen der Präsident der Autonomen Provinz Trient, Maurizio Fugatti: „Die Gestalt und das Erbe von Alcide De Gasperi achtzig Jahre nach dem De-Gasperi-Gruber-Abkommen in das Herz der europäischen Institutionen zu tragen, bedeutet, die tiefen Wurzeln unserer Autonomie und die unauflösliche Verbindung zwischen dem Trentino und dem Projekt der europäischen Integration zu bekräftigen. De Gasperi hat es verstanden, ein Grenzgebiet in eine Versuchsstätte des Zusammenlebens und der Selbstverwaltung zu verwandeln, und damit gezeigt, dass territoriale Identität und supranationale Vision nicht nur nebeneinander bestehen können, sondern sich gegenseitig stärken. „Diese Ausstellung im Parlamentarium“, so Fugatti abschließend, „ist ein außergewöhnliches internationales Schaufenster für unser Territorium, vor allem aber ein aktueller Verweis auf die Werte des Dialogs, der Verantwortung und der Zusammenarbeit, die auch heute noch unser regierungs- und europapolitisches Handeln in der Euregio Tirol-Südtirol-Trentino leiten.“
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