Kuratiert von Marco Odorizzi (FTADG) und Elena Tonezzer (FmsT)
in Zusammenarbeit mit Monica Avancini (FTADG)
Ausstellungsgestaltung und Grafikdesign: Designfabrick_Rovereto
Organisation und Koordination: Chiara Bertolini, Kabinettschefin der Landtagspräsident
Eröffnung am Freitag, den 4. September um 18.00 Uhr
Ein besonderer Dank gilt Paolo Magagnotti, einem ehemaligen Mitarbeiter von Maria Romana De Gasperi, der erstmals zahlreiche Fotos aus dem persönlichen Archiv der Tochter des Staatsmannes zur Verfügung gestellt hat.
Alcide De Gasperi. Album 1946. Der Sommer der Entscheidungen.
Vor achtzig Jahren, im Sommer 1946, war Italien ein Land, das wieder aufgebaut werden musste – in seinen Städten und Institutionen, in seinem zivilgesellschaftlichen Bewusstsein und in seiner Vorstellung von der Zukunft.
In diesen intensiven Monaten führte Alcide De Gasperi Italien in einen Neuanfang.
Ein Weg, der von entscheidenden Weichenstellungen geprägt war, die es ermöglichten, die kleine und die große Geschichte, die Gemeinschaft des Trentino mit dem Land und dem internationalen Kontext sowie Erinnerung und Hoffnung miteinander zu verbinden.
Im März fanden die ersten Kommunalwahlen statt, bei denen erstmals auch Frauen wählen durften; im Juni folgte das Verfassungsreferendum und die Ausrufung der Republik; im August nahm Italien an der Pariser Friedenskonferenz teil, wo es als Feindmacht galt; im September – nachdem die Unveränderlichkeit der Grenze am Brenner feststand – die Unterzeichnung des Abkommens, das die Grundlagen für den Schutz der deutschen Minderheit in Südtirol legt und die regionale Autonomie begründet.
Die Ausstellung führt uns durch die Worte und Bilder, die an diesen entscheidenden Sommer 1946 erinnern, und lädt dazu ein, in die Unsicherheit, aber auch in den Mut einzutauchen, die jene Tage prägten, die unsere Geschichte geschrieben haben. Die Fotografien folgen dem Rhythmus einer drängenden politischen Agenda, die De Gasperi, der kurz zuvor an die Spitze des Landes gerückt war, dazu veranlasste, dem Wiederaufbau neuen Schwung zu verleihen und damit den Grundstein für einen noch nicht abgeschlossenen Weg zu legen. Im Hintergrund steht die Atmosphäre eines Landes, das nach langen Jahren zum ersten Mal aufgefordert war, zu entscheiden, wer es werden wollte.
