Das Treffen am 22. April bot eine wichtige Gelegenheit für den direkten Austausch zwischen zentralen institutionellen Akteuren auf europäischer und nationaler Ebene sowie der italienischen Forschungs- und Innovationsgemeinschaft. Ziel war es, Italiens Position in der Debatte über das künftige Rahmenprogramm und den entstehenden Fonds für Wettbewerbsfähigkeit zu stärken.
Nach den Begrüßungsworten der Leiterinnen der Brüsseler Büros der autonomen Provinzen Trient und Bozen eröffnete Maria Cristina Pedicchio, Präsidentin von APRE, die Veranstaltung. Sie unterstrich dabei die Bedeutung eines ausgewogenen Verhältnisses zwischen Forschung und Industrie bei der Ausgestaltung der künftigen europäischen Politik.
Die erste Diskussionsrunde widmete sich dem Zusammenspiel zwischen dem künftigen Rahmenprogramm für Forschung und Innovation (FP10) und dem Fonds für Wettbewerbsfähigkeit. Vertreter*innen der Europäischen Kommission, Agnieszka Skonieczna und Massimiliano Esposito, betonten die Notwendigkeit von Flexibilität und Kontinuität in den Investitionspfaden. Zudem hoben sie die zentrale Rolle regionaler und lokaler Akteure im Forschungsprozess hervor und kündigten die Einrichtung eines unterstützenden Expertengremiums an.
Anschließend wurde der Stand der laufenden Verhandlungen im Rat der EU vertieft analysiert. Die Teilnehmenden erhielten einen aktuellen Überblick über die Prioritäten der Mitgliedstaaten, darunter die Vereinfachung und Straffung der Governance-Strukturen sowie die stärkere Unterstützung kleiner und mittlerer Unternehmen.
Am Nachmittag konzentrierten sich die Arbeiten auf zwei zentrale Themen: die künftige europäische Forschungsrahmenregelung (ERA Act) sowie die Definition der Prioritäten der italienischen Forschungs- und Innovationsgemeinschaft im Hinblick auf den nächsten Programmplanungszyklus. In den Beiträgen wurde erneut die Notwendigkeit einer stärkeren Koordinierung zwischen den Mitgliedstaaten betont, um die Mobilität von Forschenden zu erleichtern. Ebenso wurde die Bedeutung hervorgehoben, die Wettbewerbsfähigkeit und Attraktivität des italienischen Forschungssystems in Europa durch gezielte Instrumente und angemessene Ressourcen weiter zu stärken.
