Vom 22. bis 26. Juni 2026 fand in Brüssel die 15. Ausgabe der EuregioBrusselsSchool, die jährlich von der Vertretung der Europäischen Region Tirol–Südtirol–Trentino in Brüssel organisierte Summer School für Studierende der Universitäten der drei Regionen, statt.
Im Laufe der Woche hatten die Teilnehmenden nicht nur die Gelegenheit, die wichtigsten europäischen Institutionen ausführlich kennenzulernen, sondern auch an Seminaren und Workshops zu den Politikbereichen der Europäischen Union, den zentralen Akteuren des europäischen Entscheidungsprozesses sowie den großen Herausforderungen des aktuellen internationalen Umfelds teilzunehmen.
Institutionelle Besuche:
Das intensive Programm der Summer School umfasste Besuche bei den wichtigsten europäischen und internationalen Institutionen mit Sitz in Brüssel, darunter der Rat der Europäischen Union, die Europäische Kommission, das Europäische Parlament, der Europäische Ausschuss der Regionen, der Europäische Auswärtige Dienst sowie – erstmals überhaupt – das Hauptquartier der NATO.
Von besonderer Bedeutung war für die Teilnehmenden der Austausch mit dem italienischen Botschafter beim Nordatlantikrat, Alessandro Azzoni, sowie dem stellvertretenden österreichischen Botschafter Andreas Brandstätter. Beide vermittelten vertiefte Einblicke in die Rolle der NATO sowie in die wichtigsten Herausforderungen der Sicherheits- und Verteidigungspolitik im gegenwärtigen internationalen Umfeld.
Vertiefungsseminare:
Neben den institutionellen Besuchen konnten die Studierenden ihre Kenntnisse über die Funktionsweise der Europäischen Union im Rahmen zahlreicher Veranstaltungen und Seminare in der gemeinsamen Vertretung vertiefen. Insbesondere die Sitzung über die Rolle regionaler Vertretungen und Netzwerke in Brüssel zeigte auf, wie lokale Interessen auf europäischer Ebene eingebracht und vertreten werden.
Darüber hinaus bot eine Vertiefungseinheit zum Thema „Lobbying“ den Studierenden die Möglichkeit, verbreitete Stereotype zu überwinden und vermittelte ein umfassenderes Verständnis des Beitrags, den die Vielzahl unterschiedlicher Interessenträger (darunter Forschungszentren, Aktivistinnen und Aktivisten sowie Wirtschafts- und zivilgesellschaftliche Organisationen) zum europäischen Entscheidungsprozess leisten kann.
Abgerundet wurde das Programm durch Begegnungen mit Expertinnen und Experten, Vertreterinnen und Vertretern, Beamtinnen und Beamten sowie hochrangigen Persönlichkeiten der europäischen Institutionen, darunter die Europaabgeordneten Herbert Dorfmann und Sophia Kircher sowie der Generalsekretär des Europäischen Parlaments, Alessandro Chiocchetti.
Euregio Café:
Großes Interesse weckte das „Euregio Café“, eine Veranstaltung zum Networking und zur beruflichen Orientierung mit jungen Fachkräften aus Tirol, Südtirol und dem Trentino, die heute in Brüssel bei den EU-Institutionen, internationalen Organisationen und Beratungsunternehmen tätig sind. Durch die Schilderung ihrer beruflichen und persönlichen Erfahrungen gaben die Gäste den Studierenden konkrete Ratschläge und wertvolle Impulse für ihren weiteren beruflichen Werdegang.
Abschluss:
Die 15. Ausgabe der EuregioBrusselsSchool ging mit großem Erfolg zu Ende und bestätigte einmal mehr den hohen Wert des Programms als Gelegenheit zur Weiterbildung und zum Dialog zwischen jungen Menschen einer neugierigen Generation, die den Chancen der Europäischen Union offen gegenübersteht.
