Das AES-Modell in Tirol
Das Modell beruht auf der Kooperation mit etablierten Innsbrucker Schulen. Die Volksschulen Saggen und Altwilten sowie das Akademische Gymnasium Innsbruck (AGI) führen seit dem Schuljahr 2023/24 in der Primarstufe und seit 2024/25 in der Sekundarstufe AES-Klassen. Der Unterricht folgt den europäischen Lehrplänen, die mit den österreichischen kompatibel sind. Er ist in drei Sprachabteilungen gegliedert: Deutsch, Englisch und Italienisch. In der ersten bis vierten Schulstufe werden die deutsche und die englische Abteilung an der VS Saggen geführt, die italienische an der VS Altwilten. Am AGI sind alle drei Abteilungen von der fünften bis zur zwölften Schulstufe vertreten. Die Schüler*innen schließen mit dem Europäischen Abitur ab, das in allen EU-Mitgliedstaaten als Hochschulreife gilt.
Im Herbst 2027 kommt der städtische Kindergarten Daniel Sailer hinzu. Damit ist eine durchgehende Bildungslaufbahn im AES-System vom Kindergarten bis zur Reifeprüfung möglich.
Große Anerkennung des Projekts
Christina Schnéegans würdigte in Vertretung von Büroleiter Richard Seeber den langjährigen Einsatz aller Beteiligten. Die AES leiste einen wichtigen Beitrag zur Vermittlung europäischer Werte und mache die europäische Idee bereits im Schulalltag erlebbar. Sie dankte für die erfolgreiche Zusammenarbeit, die diesen Meilenstein für den Bildungsstandort Tirol möglich gemacht habe.
Helmuth Aigner zeigte sich erfreut über die Wertschätzung. Er hob hervor, dass künftig rund 900 Kinder und Jugendliche in Tirol vom Kindergarten bis zur Reifeprüfung nach europäischem Lehrplan lernen können. Andreas Beckmann, Generalsekretär der Europäischen Schulen, teilte die Begeisterung und unterstrich die enge Kooperation hinter dem Projekt. Erst die Unterstützung durch das Land Tirol, den Bund, die Bildungsdirektionen und die Wirtschaftskammer (WKO) habe den Erfolg ermöglicht. Die Schule sei zwar in Tirol angesiedelt, könne aber auch als Impuls für die Nachbarregionen verstanden werden, eigene AES einzurichten. Im Namen der AES-Direktor*innen dankte Gitta Lotz für die Tiroler Gastfreundschaft. Sie betonte den Mehrwert der AES für Tirol und für gemeinsames europäisches Lernen und Denken.



