Aufwertung Staller Sattel
Der Staller Sattel stellt als Hochgebirgspass eine bedeutende Verbindung zwischen Italien und Österreich dar. Die Entwicklung und Erhaltung dieses einzigartigen Gebietes erfordern eine sorgfältige Planung und Koordination. Beide Seiten kämpfen mit Problemen in der Abwasser- und Stromversorgung. Auf italienischer Seite ist das Verkehrsproblem deutlich stärker zu spüren und auch für den bis vor kurzem bei der „Hexenschenke“ aktiven Ausschank ist momentan keine qualitative Lösung in Sicht. Ein umfassender Masterplan soll die infrastrukturelle Entwicklung fördern und zu mehr Qualität beitragen.
Projektvideo
Etappen
Auftakt
• Status-Quo-Analyse des Staller Sattels
• Identifikation der infrastrukturellen Herausforderungen
• Klärung rechtlicher Rahmenbedingungen für grenzüberschreitende Zusammenarbeit
Etappe 1
• Machbarkeitsstudie für Wasser-, Abwasser-, Strom- und Datenanschluss
• Analyse des Gebäudes der Finanzpolizei und mögliche Nutzungsoptionen
• Entwicklung eines Sanitäranlagen- und Instandhaltungskonzepts
Etappe 2
• Erstellung eines Gesamtprojekts/Raumkonzepts unter Berücksichtigung der Umweltverträglichkeit
• Ausarbeitung eines Verkehrskonzepts (Ampelregelung, Parkplätze, Beschilderung)
• Planung für Ausschankbetrieb (automatisiert oder manuell)
Etappe 3
• Prüfung der Finanzierungsmöglichkeiten
• Vorbereitung der Förderanträge
• Erstellung der Ausschreibungsunterlagen
Abschluss
• Durchführung der Anschlussarbeiten (Wasser, Abwasser, Strom)
• Errichtung der Infrastrukturen (öffentliche Toiletten, Ampelsystem, Beschilderung)
• Planung und Umsetzung der kulturhistorischen Gestaltung der Militäranlagen
Bildergalerie

Im Bild v.l.: T. Marangoni (Euregio Tirol-Südtirol-Trentino), T. Schuster (Bürgermeister Rasen-Antholz), G. Zingerle (Präsident Tourismusverein Antholzertal), E. Kasslatter (Coach), I. Hafele (Bürgermeister St. Jakob in Defereggen), C. Aichner (Geschäftsführerin Tourismusverein Antholzertal), O. Trauner (Tourismusverband Osttirol). © Euregio

Weitere Informationen zum Projekt
Projektleiterin
Carmen Aichner, Geschäftsführerin Tourismusverein Antholzertal (Südtirol)
Coach
Ellis Kasslatter
Projektpartner
1. Gemeinde Rasen-Antholz (Südtirol)
2. Tourismusverein Antholzertal (Südtirol)
3. Gemeinde St. Jakob in Defereggen (Tirol)
4. Tourismusverband Osttirol (Tirol)
Externe Partner
1. Raumschmiede ZT GmbH (Lienz, Tirol)
2. Ingena ZT GmbH (Innsbruck, Tirol)
Ergebnisse
• Entwicklung eines Masterplans mit drei Umsetzungsphasen (2025-2034)
• Lösung der Infrastrukturprobleme (Wasser, Abwasser, Strom)
• Verbesserung der Verkehrssituation durch intelligentes Ampelsystem
• Errichtung öffentlicher Sanitäranlagen und eines modernen Ausschankbetriebs
• Konzeption eines kulturhistorischen Wanderwegs durch die Militäranlagen
Herausforderungen
• Koordination zwischen zwei verschiedenen Ländern mit unterschiedlichen rechtlichen Rahmenbedingungen
• Umweltverträgliche Planung in einem ökologisch sensiblen Hochgebirgsgebiet
• Finanzierung der umfassenden Infrastrukturmaßnahmen
• Ausgleich zwischen touristischer Nutzung und Erhalt der natürlichen Schönheit
Ausblick
• Umsetzung der drei Projektphasen bis 2034
• Schaffung eines barrierefreien Rundwegs (soweit mit Naturschutz vereinbar)
• Entwicklung grenzüberschreitender Infrastruktur-Resilienz (Daten, Stromnetz)
• Etablierung des Staller Sattels als Ort der Begegnung mit Fokus auf Geschichte und Natur
Kontakt

