DAV/ÖAV
Nachfolgende Ausführungen sind dem „Wegehandbuch der Alpenvereine“ entnommen, das gemeinsam vom Deutschen Alpenverein (DAV) und dem Österreichischen Alpenverein (ÖAV) herausgegeben wird und zuletzt 2016 in aktualisierter Form veröffentlicht wurde. Das Wegehandbuch legt die fachlichen und organisatorischen Grundlagen für die einheitliche Planung, Markierung, Beschilderung und Betreuung der alpinen Wege in den Zuständigkeitsbereichen von DAV und ÖAV fest.
Talweg (keine Farbe):
Talwege sind überwiegend breit, sie weisen in der Regel nur eine geringe Steigung und keine absturzgefährlichen Passagen auf. Talwege werden aufgrund ihres talnahen und unschwierigen Charakters in der Regel nicht von alpinen Vereinen gepflegt.
Bergweg:
Bergwege sind überwiegend schmal, sie sind oft steil angelegt und können absturzgefährliche Passagen aufweisen. Mit zunehmendem Schwierigkeitsgrad, und damit höherer Klassifizierung, nimmt die Häufigkeit absturzgefährdeter Stellen zu, ebenso die Häufigkeit versicherter Gehpassagen und/oder einfacher Kletterstellen, die den Gebrauch der Hände erfordern.
Bergweg mit blauem Punkt:
Einfachere Wege, die schmal und steil sein können.
Bergweg mit rotem Punkt:
Überwiegend schmal, oft steil angelegt und können absturzgefährliche Passagen aufweisen. Kurze versicherte Gehpassagen können vorkommen.
Bergweg mit schwarzem Punkt:
Schmal, oft steil angelegt und absturzgefährlich. Es kommen zudem gehäuft versicherte Gehpassagen und/oder einfache Kletterstellen vor, die den Gebrauch der Hände erfordern.
Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind unbedingt erforderlich.
Alpine Route:
Diese Routen führen in das freie alpine und hochalpine Gelände und sind keine Bergwege im vorangegangenen Sinn. Sie können durch Trittspuren, die durch häufige Begehungen entstanden sind, im Gelände sichtbar sein, sie können aber auch weglos sein. Alpine Routen enthalten exponierte, ausrutsch- und absturzgefährdete Stellen sowie ungesicherte Geh- und Kletterpassagen. Ihre technische Schwierigkeit kann jene von schwierigen Bergwegen deutlich übersteigen (aber auch unterschreiten, wie zum Beispiel bei einem nicht markierten Gletscherübergang). Alpine Routen werden in der Regel weder angelegt noch gewartet, es darf deshalb nicht mit einer Markierung oder Beschilderung als Orientierungshilfe gerechnet werden. Alpine Routen erfordern absolute Trittsicherheit und Schwindelfreiheit, gute Kondition, ausgezeichnetes Orientierungsvermögen, sichere Geländebeurteilung, alpine oder sogar hochalpine Kletter- und Bergerfahrung und Vertrautheit im Umgang mit der erforderlichen Berg- und Notfallausrüstung. Alpine Routen führen in das freie alpine bzw. hochalpine Gelände und sind keine Bergwege im vorangegangenen Sinne. Sie können exponierte, ausrutsch- und absturzgefährdete sowie ungesicherte Geh- und Kletterpassagen enthalten.
Quelle / weitere Informationen
Deutscher Alpenverein e.V und Österreichischer Alpenverein (Hrsg.) (2017): Wegehandbuch des Alpenvereins. - München und Innsbruck. online: https://www.alpenverein.at/portal_wAssets/docs/berg-aktiv/wege_touren/wegehandbuch_digital.pdf .
Verantwortlich für die Erstellung und Herausgabe des Wegehandbuchs sind der Deutsche Alpenverein (DAV) und der Österreichische Alpenverein (ÖAV). Die inhaltliche Ausarbeitung erfolgt durch das Ressort Hütten, Wege und Kletteranlagen des DAV sowie die Abteilung Hütten, Wege und Kartographie des ÖAV. Das Wegehandbuch fasst grundlegende Definitionen, Wegekategorien, Beschilderungs- und Markierungsstandards sowie technische und organisatorische Richtlinien zusammen und dient als verbindliche Orientierung für Wegehalter, alpine Organisationen und alle Akteurinnen und Akteure der Wegearbeit im Zuständigkeitsbereich von DAV und ÖAV.
Kontakt

Provinz Trient / Dienststelle für Sport und Tourismus
Emma Giacomelli Boldrini
Via Romagnosi 9, I-38122 Trient
Land Tirol / Abteilung Forstorganisation
Lucia Felbauer
Bürgerstraße 36, A-6020 Innsbruck