Die Gartenbauverbände aus Südtirol, Tirol und dem Trentino präsentierten damit ein gemeinsames Projekt, das die enge Zusammenarbeit innerhalb der Euregio sichtbar macht. Stephan Kircher, Obmann der Südtiroler Gärtner, eröffnete die Pressekonferenz und verwies auf die symbolische Bedeutung des Brenners als Ort der Verbindung zwischen den Regionen. Auch Kulturreferentin der Gemeinde Brenner Verena Marcasoli hob die Bedeutung des Brenners als Ort, der seit jeher für Geschichte, Wandel und vor allem für Verbindung steht, hervor. Gemeinsam mit Michael Jäger und Mario Calliari, den Obmännern der Tiroler bzw. Trientner Gärtner, unterstrich Obmann Stephan Kircher den Mehrwert einer abgestimmten Pflanzeninitiative für Innovation und Marktstärkung. „Auch der Gedanke, dass wir durch eine regionale, in Südtirol gezüchtete Pflanze unsere Zusammenarbeit unterstreichen ist für den Gartenbau eine Bereicherung“, so der Obmann der Südtiroler Gärtner.
Auch aus der Politik kam breite Unterstützung
Luis Walcher, Südtirols Landesrat für Landwirtschaft, Tourismus und Forstwirtschaft
„Die Euregio-Pflanze zeigt, wie wir Nachhaltigkeit, regionale Wertschöpfung und Innovationskraft über Grenzen hinweg stärken können. Ich habe den Vorschlag dazu im vergangenen Jahr im Dreier-Landtag eingebracht, weil es mir wichtig ist, die Pflanzenvielfalt und ihre ökologische aber auch ihre kulturelle Bedeutung in der Euregio stärker in den Mittelpunkt zu rücken. Mit dieser ersten Euregio-Pflanze ist dies gelungen und die Farbintensität der „euregina“ lässt den Frühling auch am Brenner erwachen.“
Der Tiroler Landeshauptmann-Stellvertreter Josef Geisler hob den kulturellen und identitätsstiftenden Wert hervor:
„So wie die „euregina“ in voller Blüte steht, gedeiht auch die Zusammenarbeit in der Euregio Tirol-Südtirol-Trentino. Die Euregio-Pflanze macht unsere gemeinsame Identität sichtbar und zeigt, wie stark wir sind, wenn wir über Grenzen hinweg zusammenarbeiten,“
und Walter Kaswalder der Trentiner Landtagsabgeordnete unterstreicht, dass
„solche Initiativen die Landwirtschaft der ganzen Region stärken, weil sie Zusammenarbeit fördern und unsere pflanzliche Vielfalt ins Zentrum rücken.“
Die Auswahl der „euregina“
Den Mittelpunkt der Veranstaltung bildete die Präsentation der Osteospermum „Springstar“, der diesjährigen „euregina“. Eine Expert*innenjury aus allen drei Gartenbauverbänden der Regionen wählte sie aus zahlreichen Züchtungen anhand klar definierter Kriterien wie Pflegeleichtigkeit, Robustheit, langer Blütezeit und starker visueller Wirkung aus.
Robert Psenner, Leiter des Jungpflanzenbetriebs Psenner, stellte die Sorte vor. Die Springstar zeichnet sich durch ihr intensives Farbspiel von Gelb, Magenta bis hin zu kräftigem Orange aus, blüht besonders früh und kontinuierlich und zeigt eine hohe Widerstandsfähigkeit gegenüber kühlen Temperaturen. Damit eignet sie sich als Kombinationspflanze mit anderen Beet- und Balkonpflanzen für Balkone, Terrassen und Gärten.
Sportliche Patinnen und Paten
Für das Projekt konnten drei sportliche Persönlichkeiten aus Südtirol, Tirol und Trient als Patinnen und Paten gewonnen werden: die Rodlerin Nina Zöggeler, die Eiskunstläuferin Lara Niki Gutmann sowie Günther Hanschitz, Obmann des Innsbrucker Eishockeyvereins.
Alle drei verbindet eine zentrale Botschaft: Sie stehen für Zusammenhalt, Teamgeist und gelebte Euregio-Idee. In kurzen Statements erläuterten sie ihre Motivation, das Projekt zu unterstützen – denn Sport verbindet Menschen über Grenzen hinweg, so wie es die Euregio-Pflanze sinnbildlich zum Ausdruck bringt. Zum Abschluss wurde symbolisch eine „euregina“ als Zeichen der Verbundenheit zwischen den drei Regionen überreicht – ein sichtbares Symbol für die starke gemeinsame Identität der Euregio.
„euregina“ als verbindende Marke
Die „euregina soll künftig als Marke für eine jährlich neu ausgewählte Pflanze stehen, die die gemeinsame Gartenbaukultur der Euregio repräsentiert. Der jeweilige Pflanzenname ergänzt dabei den königlichen Titel.
Der Ehrenschutz durch die Euregio Tirol-Südtirol-Trentino unterstreicht die wachsende Bedeutung des Projekts für die regionale Zusammenarbeit. Das Plessi-Museum der Brennerautobahn Ag bot den idealen Platz für diese grenzüberschreitende Aktion der Gartenbauverbände Tirol, Südtirol und dem Trentino.
Südtiroler Gärtnervereinigung

