Die Athletinnen und Athleten aus der Euregio Tirol-Südtirol-Trentino haben sich bei den XXV. Olympischen Winterspielen hervorragend geschlagen: In 21 Bewerben haben 29 Sportler und Sportlerinnen aus Tirol, Südtirol und dem Trentino insgesamt persönliche 12 Gold-, 14 Silber- und 17 Bronzemedaillen gesammelt.
Zählt man – wie beim offiziellen olympischen Medaillenspiegel (zur Zählweise: s. Zusatzinformationen) – statt der Medaillen pro Person nur jene pro Wettbewerb, kommt die Euregio auf insgesamt 24 Medaillen: 7 Mal Gold, 8 Mal Silber und 9 Mal Bronze.
Dies werten die Landeshauptleute, Euregio-Präsident Anton Mattle aus Tirol, Arno Kompatscher aus Südtirol und Maurizio Fugatti aus dem Trentino sowie die Sportlandesräte Philip Wohlgemuth, Peter Brunner und Mattia Gottardi als herausragend starkes Ergebnis: Über Grenzen hinweg vereine die Euregio-Länder ihre gemeinsame Tradition als Wintersport-Hochburg. Die Olympioniken hätten Können, Ausdauer und Charakterstärke bewiesen. Die Gratulation gelte allen Olympia-Teilnehmenden aus der Euregio: Sie hätten mit ihren Leistungen für magische Augenblicke gesorgt – auch dank des Einsatzes vieler Menschen und Sportorganisationen im Hintergrund.
Olympia in der Euregio-Ausstellung
Die olympische Geschichte in den Euregio-Ländern kann man inzwischen auch im Euregio-Infopoint in Innsbruck erleben: Die digitale, interaktive Euregio-Ausstellung wurde um einen Olympia-Teil erweitert, den Tirols Landeshauptmann-Stellvertreter Wohlgemuth am 3. Februar gemeinsam mit Kurator Christian Rainer, Matthias Egger (Stadtarchiv Innsbruck), Prof. Kurt Scharr und Ass.-Prof. Wolfgang Meixner (beide Universität Innsbruck) sowie Euregio-Generalsekretär Matthias Fink eröffnet hat.
Der neue Ausstellungsblock beleuchtet die Winterspiele 1964 und 1976 in Innsbruck und erzählt von glänzenden Erfolgen und tragischen Schicksalen der Sportlerinnen und Sportler aus Tirol, Südtirol und dem Trentino von den olympischen Anfängen bis heute. In den nächsten Monaten wird Olympia 2026 integriert – unter anderem mit dem Aspekt, dass sich dank der Biathlon-Bewerbe in Antholz und der nordischen Disziplinen im Fleimstal nun alle Euregio-Länder als Olympia-Austragungsorte bezeichnen dürfen.
Euregio-Medaillen: Weitere Daten und Fakten
Eine Medaille pro 77.000 Einwohner
Insgesamt waren 124 Sportlerinnen und Sportler aus der Euregio an den Winterspielen beteiligt, 41 davon aus Tirol, 47 aus Südtirol und 36 aus dem Trentino. Sie haben sehr ausgeglichen zum Euregio-Ergebnis beigetragen, haben doch die Südtiroler Sportlerinnen und Sportler 15 Medaillen gesammelt, dicht gefolgt von ihren Kollegen und Kolleginnen aus Tirol und dem Trentino mit jeweils 14 Medaillen. 11 Medaillen gingen an Frauen, 18 an Herren.
Beeindruckend die Dichte im Vergleich zur Bevölkerung: In der Euregio kommt – laut Zählweise des offiziellen Medaillenspiegels – eine Medaille auf über 77.000 Einwohner. In Österreich liegt diese Zahl bei über 506.000 in Italien gar bei über 1,9 Millionen Einwohnern.
Zählweise im Euregio-Medaillenspiegel
Die Zählweise der Euregio ist mit dem offiziellen olympischen Medaillenspiegel nur bedingt vergleichbar: Zum einen zählt die Euregio gleich wie der offizielle Medaillenspiegel jeden Stockerlplatz pro Wettbewerb. In diesem Fall ist zu berücksichtigen, dass sich bei Team- und Staffelbewerben die Euregio-Athleten und Athletinnen die Medaillen teilweise mit anderen Mitgliedern der italienischen und österreichischen Sportverbände teilen.
In einer eigenen Übersicht hat die Euregio zudem jede Medaille pro Person gezählt. Bei Team- und Staffelbewerben bedeutet dies, dass die Euregio auf mehr Medaillen kommt, sofern mindestens zwei Euregio-Sportlerinnen oder Sportler am Podestplatz beteiligt waren.
gst





