Am 16. März 2026 brachte die Veranstaltung „NEB Junction Policy Conversations“ eine vielfältige Gruppe von Interessengruppen nach Brüssel zum ersten persönlichen Politikdialog im Rahmen des New European Bauhaus (NEB) Junction-Projekts.
Gemeinsam mit dem Europäischen regionalen Netzwerk für Forschung und Innovationen (European Regions Research & Innovation Network, ERRIN), hat die Autonome Provinz Bozen - Südtirol zu einem Policy-Austausch geladen.
Die NEB-Junction ist die Austauschplattform für Ergebnisse und Reichweite der NEB-Initiative, die Policy Conversations der erste vor-Ort Policy-Dialog im Rahmen dieses Projekts als Plattform des Austauschs für die NEB Junction als Hub für Ergebnisse und Einfluss von NEB. Es lohnt sich daher, NEB auch in Zukunft auf dem Radar zu haben.
Vor dem Hintergrund der kürzlich verabschiedeten „NEB Communication“ und der laufenden politischen Entwicklungen in der EU schufen die „Policy Conversations“ einen Raum für einen offenen, sektorübergreifenden Austausch zwischen den Interessengruppen und der Europäischen Kommission. Im Mittelpunkt stand die Verbindung europäischer Ambitionen mit lokalen Realitäten, damit die NEB inklusiv, wirkungsvoll und in der Alltagserfahrung verankert bleibt.
Zu den Teilnehmerinnen und Teilnehmer gehörten Vertreter*innen europäischer Institutionen, nationaler und regionaler Behörden, Akteurinnen und Akteure aus Forschung und Innovation, dem Bausektor, der Kultur- und Kreativwirtschaft sowie Basisinitiativen.
Dafür wurden im Voraus bereits NEB Junction Stakeholder-Versammlungen gehalten, die im Dialog über 100 Akteurinnen und Akteure befragt haben, diese interessierten sich dafür, wie die NEB-Werkzeuge lokale Verwaltungen bestärken können, wie die Kurzzeitprojekte auf Dauer Kontinuität und Resilienz erlangen können, wie der Einfluss von NEB-Projekten messbar, aufzeigbar und damit auch vertretbar ist für Politik und Investitionen gleichermaßen, oder auch wir Kultur und Geschichten Politik, Praxis und Bürger verbinden kann.
Die Policy Conversations ermöglichten es den Teilnehmerinnen und Teilnehmern, diese Überlegungen weiterzuführen und zu untersuchen, wie sie sich in umsetzbare politische Erkenntnisse umsetzen lassen.
Der Nachmittag begann mit Begrüßungsworten von Vertreterinnen des Projekts und der beteiligten Institutionen, darunter Elena Montani, Leiterin der NEB-Abteilung der Gemeinsamen Forschungsstelle, Vesna Caminades, Büroleiterin der Autonomen Provinz Bozen - Südtirol, und Annemie Wyckmans, NEB-Junction-Projektkoordinatorin der NTNU.
Anschließend folgte eine hochrangige Podiumsdiskussion zum Thema: „Aufbau der nächsten Phase der NEB: Erkenntnisse aus der Praxis für den neuen Politikzyklus“.
Die Podiumsteilnehmer*innen brachten Perspektiven aus dem gesamten NEB-Ökosystem ein, darunter nationale Kontaktstellen, regionale Behörden, die Bauwirtschaft sowie Kultur- und Kreativorganisationen, darunter das EIT Culture & Creativity.
In der Diskussion wird unterstrichen, wie wenig über NEB bekannt ist: Kolleginnen und Kollegen müssen informiert werden, mögliche Bewerber wären sich nicht bewusst, dass sie bereits NEB machen und auch die lokalen Akteurinnen und Akteure sind sich beim Durchführen dessen meist nicht im Klaren.
Regionen brauchen viel Rückmeldung von Stakeholdern, und langzeit-Commitment, um Prozesse auszuprobieren und zu optimieren. NEB-Projekte funktionieren am besten, wenn alle an einem Tisch kommen und wenn die Falschumsetzung von Praktiken gemeinsam reflektiert wird.
Geschätzt werden die Ansätze in Nachhaltigkeit und Wohnraum, da NEB hier ganzheitlich Wertschätzung schafft für Kultur und Kreativwirtschaft.
Künste und Kultur wollen Instrumente sein, aber nicht instrumentalisiert werden.
Loredana Stassin von Let’s Think betonte die „Akupunktur-Wirkung“ von den „kleinen“ Förderungen, die Köpfe formen und Langzeitverbindungen schaffen. Akupunktur bedeute an so vielen Orten wie möglich eingreifen zu können und dort Teil der NEB-Gemeinschaft zu sein, denn viele NEB-Projekte sind sehr persönlich und schaffen Wachstum und Vernetzung.
Das Team des gemeinsamen Forschungszentrume der Europäischen Kommission (JRC) stellte zudem anstehende Initiativen wie den NEB Advisory Funding Hub und die laufenden Arbeiten an NEB-Indikatoren vor.
Als Schnittstellen, die Einzelerfahrungen aus den Projekten zugreifbar zu machen und regionale Daten für Projekte zu aggregieren, damit die Projektvorbereitung entlastet wird und die Wirkung von NEB nach Außen sichtbar ist.
Höhepunkt der Veranstaltung waren die interaktiven „Policy Conversations“ in Arbeitsgruppen, in denen die Teilnehmer direkt miteinander und mit Vertretern der Europäischen Kommission in Dialog traten.
Thematisiert wurden so: die Rolle von Kultur als Bindeglied, die Skalierbarkeit von einzelnen NEB-Pilotprojekten, die konkrete Rolle der nachhaltigen und bedeutsamen Teilhabe an Projekten und dem Einfluss auf die Gemeinschaft, sowie den Möglichkeiten von Einflussmessung, Folgefinanzierung und konkreter Umsetzung von Vision zu Aktion mit NEB-Werkzeugen.
Das New European Bauhaus (NEB) ist eine Initiative der Europäischen Kommission, mit der Innovationsprojekte im Bereich von Gebäuden und Wohnen gefördert werden, die für ganz Europa anwendbar sein könnten.
Diese basiert auf den Bereichen von Inklusivität, Nachhaltigkeit und Schönheit, die partizipativ, transdisziplinär und auf mehreren Ebenen ansetzen.
Hierbei gibt es von der EU Direktförderprogramme und die Kriterien haben es bereits in lokale Strukturförderungen geschafft.
Nicht alles, was grün ist, ist gleich NEB. Trans-sektorielle Ansätze mit Partizipatorischen Elementen mit den verschiedenen Akteursgruppen stehen im Zentrum. Gleichzeitig wird NEB als Förder-Gießkanne für „Alles und Nichts“ wahrgenommen, hierbei gibt es einen breiten Wunsch, Klarheit und Beispiele einzubringen, damit die innovativen Ansätze in der breiten Masse ankommen.
NEB-Projekte integrieren eine Vielzahl and EU- und Partnerländern, beispielsweise via NEB-Labs wie dem NEB of the Mountains in Bozen.
Die aktuellen Ausschreibungen von NEB, NEB-Werkzeuge geben Einblick, wie der weitere Fahrplan für 2026 aussieht.



