European Forum Alpbach, Euregio-Days und Tiroltag 2026
Das European Forum Alpbach bietet seit 1945 eine interdisziplinäre Plattform für Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Kultur und steht 2026 unter dem Gesamtthema "How Europe wins".

Die Eröffnung des European Forums Alpbach und der traditionelle Landesübliche Empfang am Kirchplatz in Alpbach mit (1. Reihe von links) den Landeshauptleuten Maurizio Fugatti (Trentino), Arno Kompatscher (Südtirol) und Anton Mattle (Tirol). © Land Tirol/Sedlak

Als krönender Abschluss der „Euregio-Days“ fand am Sonntag, 30.08.2026 der Tirol-Tag in Alpbach statt. Nach dem traditionellen Landesüblichen Empfang, durchgeführt von der Musikkapelle und der Schützenkompanie Alpbach sowie den Traditionsvereinen, mit dem amtierenden Euregio-Präsidenten LH Anton Mattle, Südtirols Landeshauptmann Arno Kompatscher, dem Trentiner Landeshauptmanns Maurizio Fugatti und EFA-Präsidenten Othmar Karas rückten beim Euregio Summit die Regionen in den Mittelpunkt. Sowohl EU-Kommissar Magnus Brunner als auch Kata Tüttő, Präsidentin des Europäischen Ausschusses der Regionen, sprachen über die Stärke der Regionen in Europa. Beim „Alpbach Welcome – Das College-Festl“ wurde anschließend gemeinsam diskutiert und gefeiert.
Starke Regionen, starkes Europa
Das EFA stand ganz im Zeichen der Frage „How Europe Wins?“. Die Euregio-Days lieferten darauf eine klare Antwort: Europa gewinnt mit starken Regionen.
Für den Euregio-Präsidenten, Tirols Landeshauptmann Anton Mattle „entsteht ein starkes Europa nicht nur in Brüssel, sondern besonders dort, wo Menschen auch im Kleinen und gemeinsam über Grenzen hinweg Lösungen schaffen. Unsere Euregio zeigt jeden Tag, wie aus regionaler Stärke europäische Handlungsfähigkeit wird. Daher müssen wir mehr Regionen wagen!“
Als „Motoren der Innovation und wirtschaftlichen Stärke Europas“ bezeichnete Südtirols Landeshauptmann Arno Kompatscher die Regionen: „Wir müssen auch künftig direkt mit der EU-Kommission verhandeln und ihre Programme eigenverantwortlich umsetzen können. Für die grenzübergreifende Zusammenarbeit wünschen wir uns weniger Hürden und mehr Spielräume.“
Der Trentiner Landeshauptmann Maurizio Fugatti sagte, seit Jahren habe er bei jeder Teilnahme am European Forum Alpbach etwas gelernt: "Aus unserer gemeinsamen Geschichte, Kultur und Tradition lässt sich immer lernen. Auch wenn wir heute zu unterschiedlichen Staaten gehören, wollen und dürfen wir das nicht vergessen. Die Euregio ist ein Modell und Ideal des Zusammenlebens und der Freundschaft zwischen den Völkern - nicht nur für uns selbst, sondern für ganz Europa. Wir wissen, dass wir im Namen dieses Ideals weiterarbeiten müssen."
„Euregio-Days“ und EFA verbinden über Generationen
Erstmals waren die vier „Euregio-Days“ zeitlich und inhaltlich im Zentrum des EFA verankert. Inhaltlich reichte die Palette vom Festakt zum 15-jährigen Jubiläum über Netzwerktreffen für junge Start-up-GründerInnen und Formate zur Vernetzung von Wirtschaft und Kultur bis hin zu europäischer Zusammenarbeit im Rahmen des Ausschusses der Regionen und der Verleihung der Euregio-Awards.
Den Tirol-Tag bezeichnet EFA-Präsident Karas als Brücke: „Er verbindet nicht nur die Academy- und Euregio-Days mit den Conference-Days, sondern auch Regionales mit Internationalem, Tradition mit Innovation, Jugend mit Erfahrung und die Heimat vor unserer Haustür mit der Heimat auf unserem europäischen Kontinent. Der Tirol-Tag überwindet Grenzen und Generationen.“ Sowohl an den „Euregio-Days“ als auch am gesamten EFA tauschen sich Menschen unterschiedlichen Alters, verschiedener Herkunft oder Bildung aus; 2026 befanden sich unter den TeilnehmerInnen des Forums mehr als 500 StipendiatInnen aus über 40 Ländern in Alpbach.
„Ein starkes Europa beginnt mit starken Regionen“
In seinen Grußworten am Euregio Summit hob auch EU-Kommissar Brunner die Bedeutung der Regionen für Europa hervor: „Europa gewinnt, wenn seine Regionen stark sind. Tirol zeigt, was möglich ist, wenn man über seine Grenzen hinausdenkt. Zusammenarbeit, Unternehmergeist und der Mut, gemeinsam nach vorne zu schauen – genau das macht Europa stark.“ Die nächsten Monate seien entscheidend für Europas Zukunft: beim Mehrjährigen Finanzrahmen, bei der Frage der Erweiterung und bei der Stärkung seiner Sicherheit, so EU-Kommissar Brunner: „Genau deswegen bietet das Forum Alpbach wieder eine wichtige Plattform für den Austausch zwischen Regionen und europäischen Institutionen. Denn ein starkes Europa beginnt mit starken Regionen.”
Regionen sind Partner, kein Gegenpol
Keynote-Speakerin Kata Tüttő bezeichnete die Euregio Tirol-Südtirol-Trentino als Vorbild einer starken Region: „Hier wird Europa nicht nur diskutiert, hier wird Europa gemacht! Europa braucht solche starken Regionen – nicht als Gegenpol zu den Mitgliedstaaten oder EU-Institutionen, sondern als handlungsfähige Partner.“ Angesichts beobachtbarer Renationalisierungstendenzen und mit Blick auf die laufenden Verhandlungen zur EU-Kohäsionspolitik forderte ADR-Präsidentin Tüttő: „Auch nach 2028 müssen Regionen in der Lage sein, ihre eigenen Zukunftschancen zu stärken, regionale Unterschiede zu verringern und den Zusammenhalt Europas zu sichern.“
Euregio macht Europa
Dem stimmt auch Euregio-Präsident LH Mattle zu: „Die Euregio macht Europa. Tag für Tag wird hier nicht nur über die europäische Integration diskutiert, hier werden konkret Dinge umgesetzt, die der Bevölkerung zugutekommen, sei es in der Mobilität, in der Forschung, in Kultur, Sport, Jugend oder auch Sicherheit. Die Euregio steht damit für gelebte europäische Zusammenarbeit.“ Unzählige Initiativen der Euregio Tirol-Südtirol-Trentino aus der Vergangenheit untermauern dies: Sie organisiert, koordiniert, delegiert oder unterstützt jährlich rund 100 grenzüberwindende Projekte und Initiativen.
„Alpbach Welcome“ öffnet Türen nach Alpbach für alle
„Ein besonderer Fokus der ‚Euregio-Days‘ und des gesamten EFA liegt darauf, nicht nur in Alpbach, sondern gemeinsam mit Alpbach und seinen Einwohnerinnen und Einwohnern zu diskutieren. Erst diese enge Verbundenheit mit der lokalen Bevölkerung macht das Forum zu etwas so Besonderem. Die Gastfreundschaft Alpbachs ist quasi die entscheidende Zutat der über 80-jährigen Erfolgsgeschichte“, betonte Euregio-Präsident LH Mattle.
Ein Zeichen dessen ist der Landesübliche Empfang mit der Musikkapelle und den Schützen Alpbach sowie den Traditionsvereinen. Heuer wurde zudem erstmals das „Alpbach Welcome – College-Festl“ veranstaltet. Nach der Keynote im Congress Centrum öffnete sich der Euregio Summit zum krönenden Abschluss der Euregio-Days für die Bevölkerung und Gäste von Alpbach. Verschiedene Vereine aus Alpbach boten in Dorfläden vor und im Congress Centrum Köstlichkeiten aus der Region an. Teilnehmende des Forums ebenso wie EinwohnerInnen und Gäste in Alpbach waren zum Mitmachen und Austauschen eingeladen.









Presse - Euregio-Days 2026
>> Ankündigung Euregio-Days: Pressemitteilung vom 21.08.2026
>> Ankündigung Finalist:innen der Euregio-Awards: Pressemitteilung vom 24.08.2026
>> Jubiläum 15-Jahre Euregio: Pressemitteilung vom 27.08.2026
>> Verleihung der Euregio-Awards 2026 - Pressemitteilungen vom 29.08.2026: zum Euregio-Innovationspreis und zum Euregio-Jungforscher:innenpreis
>> Europa gewinnt mit starken Regionen: Pressemitteilung vom 30.08.2026
>> Die Euregio-Kammern trafen sich in Alpbach: Pressemitteilung vom 31.08.2026
>> RUPTUR Wirtschaftsdialog beim Forum Alpbach: Pressemitteilung vom 02.09.2026
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