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Gemeinsam die Gewalt gegen Frauen stoppen

Euregio-Gewaltpräventionskampagne mit Plakat-Aktion in öffentlichen Räumen

Karl Weingrill (EKZ West) und Frauenlandesrätin Christine Baur mit dem Plakat der Euregio-Gewaltpräventionskampagne.
Zoomansicht Karl Weingrill (EKZ West) und Frauenlandesrätin Christine Baur mit dem Plakat der Euregio-Gewaltpräventionskampagne.

„Gewaltprävention geht uns alle an“, betont Frauenlandesrätin Christine Baur. Das Problem der Gewalt gegen Frauen im sozialen Nahbereich kennt keine geographischen Grenzen, gesellschaftlichen Schichten und ethnischen Zugehörigkeiten. „Gewalt gegen Frauen gibt es leider überall. Obwohl diese Problematik heutzutage gesellschaftlich wahrgenommen und kritisiert wird, sind wir von einer gewaltfreien Welt für Frauen und Mädchen noch weit entfernt. Jede Frau und jedes Mädchen, das misshandelt oder missbraucht wird, ist eine bzw. eines zu viel“, so LRin Baur.

Gewaltprävention als gesamtgesellschaftliche Aufgabe

Statistiken zeigen, dass 12 bis 15 Prozent der Frauen in Europa jeden Tag Opfer von Gewalt im sozialen Nahbereich sind. „Diese Form der Gewalt ist eine der am weitesten verbreiteten Menschenrechtsverletzungen weltweit und muss daher auch in der Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino bekämpft werden“, weiß LRin Baur, der besonders wichtig ist, dass Gewaltpräventionsarbeit als Querschnittsmaterie gesehen wird, die bei weitem nicht nur eine Angelegenheit der Frauen- und Sozialpolitik oder der Kinder- und Jugendhilfe ist. Für LRin Baur ist es vielmehr eine gesellschaftliche Verpflichtung, die Gewaltprävention als gesamtgesellschaftlichen Auftrag zu begreifen.

Plakataktion dies- und jenseits des Brenners

Eine grenzüberschreitende Arbeitsgruppe im Auftrag der Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino hat deshalb in den vergangenen Monaten eine Plakat-Aktion zu diesem Thema vorbereitet, die in allen drei Ländern durchgeführt wird. „Bei der Gestaltung der Sujets wurde großer Wert darauf gelegt, das Thema zwar behutsam, aber trotzdem aussagekräftig zu vermitteln und wichtige Kontaktadressen anzugeben“, berichtet LRin Baur. Betroffene und ZeugInnen von Gewalt sollen durch die Kampagne angeregt werden, aktiv Hilfe zu suchen, Zivilcourage zu zeigen und Übergriffe zu melden. Die Poster werden in öffentlichen Räumen wie Einkaufszentren, Kinos und Informationsstellen dies- und jenseits des Brenners angebracht, um auf die Problematik aufmerksam zu machen. So auch im Einkaufszentrum West in Innsbruck: „Auch uns ist es wichtig, dass das Thema Gewaltprävention immer wieder in das Bewusstsein der Menschen rückt. Denn nur durch das Wahrnehmen des Problems können sich auch Verhaltensweisen ändern“, ist Karl Weingrill, GF und Eigentümervertreter des EKZ West überzeugt.


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