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Tiroler Banken sind wichtiger Partner in aktueller Gesundheitskrise

Unbürokratische Lösungen für Überbrückungsfinanzierungen und Kreditstundungen

„Die massiven Auswirkungen des Coronavirus stellen die Tirolerinnen und Tiroler sowie die heimische Wirtschaft vor große Herausforderungen. Insbesondere die Sicherung der Liquidität der Tiroler Unternehmen ist ein wichtiger Baustein, um möglichst gut durch diese schwierige Zeit zu kommen“, so LH Günther Platter, der gestern gemeinsam mit Wirtschaftslandesrätin Patrizia Zoller-Frischauf ein Gespräch mit Vertretern der Tiroler Banken zur aktuellen Lage geführt hat. „Die Tiroler Banken sind ein wichtiger Partner in der aktuellen Gesundheitskrise. Wir müssen gemeinsam an einem Strang ziehen, um unsere Wirtschaft möglichst gut durch die Krise zu bringen und die heimischen Arbeitsplätze zu sichern“, betont der Landeshauptmann.

Überbrückungsfinanzierungen mit Bestätigung über Antragseinbringung für Kurzarbeit

Für das weit verbreitete Modell der Corona-Kurzarbeit müsse man gemeinsam eine praktikable und unbürokratische Lösung für Überbrückungsfinanzierungen sicherstellen. Man habe sich mit den Vertretern der Tiroler Banken darauf verständigt, dass bereits die Bestätigung über die Antragseinbringung für Kurzarbeit beim AMS für eine Überbrückungsfinanzierung ausreichen soll. „So kann sichergestellt werden, dass die zu zahlenden Löhne und Gehälter möglichst rasch bei den Arbeitnehmerinnen und -nehmern ankommen – auch wenn die offizielle Bestätigung des AMS noch nicht ausgestellt wurde“, betont LH Platter.

Unbürokratische Lösungen für Kreditstundungen mit moderaten Zinsen und Gebühren

Des Weiteren sei die vorläufige Aussetzung bzw. Stundung von Zins- und Ratenzahlung ein notwendiges Instrument, um die Tirolerinnen und Tiroler sowie Unternehmer zu unterstützen. „Gerade jetzt muss es möglich sein, rasche Vereinbarungen für Kreditstundungen zu treffen“, erklärt LRin Zoller-Frischauf. „Die Folgen der aktuellen Gesundheitskrise betreffen sowohl Privatpersonen als auch Unternehmen. Deswegen müssen wir beide Bereiche im Auge haben und die notwendigen Maßnahmen sicherstellen. Nur gemeinsam können wir diese Krise überwinden und den Unternehmerinnen und Unternehmern auch danach die Möglichkeit geben, gemeinsam mit ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wieder erfolgreich für den Standort Tirol zu wirtschaften“, betont die Wirtschaftslandesrätin. Man sei deshalb übereingekommen, dass die Gebühren und Zinsen sowohl für Private als auch für Unternehmer auf Grund der aktuellen Ausnahmesituation möglichst moderat ausfallen sollen und habe seitens des Landes Unterstützung für die Anliegen der Tiroler Banken in Bezug auf regulatorische Vorgaben auf Bundesebene zugesichert. Insbesondere bei der Aufteilung von Sicherheiten für Kredite mit Bundeshaftung gebe es noch Nachschärfungsbedarf, erklärt LRin Zoller-Frischauf. Weiters soll die Beantragung zusätzlicher Finanzhilfen erst dann angekündigt werden, wenn die einzelnen Banken die entsprechenden Umsetzungs-Richtlinien erhalten haben, um maximale Klarheit und Transparenz für die KundInnen zu schaffen.

Partnerschaftliche Lösungen mit den Tiroler Kunden

„Die Tiroler Kunden sind uns sehr wichtig, deswegen arbeiten wir im Rahmen der gesetzlichen und regulatorischen Möglichkeiten sehr unbürokratisch“, betont Harald Wanke, Obmann der Sparte Bank und Versicherung in der Wirtschaftskammer Tirol. Bei Einnahmenausfällen auf Grund von Arbeitslosigkeit und Kurzarbeit sowie bei Umsatzrückgängen und Schließungen auf Grund der Verkehrsbeschränkungen biete man den Kundinnen und Kunden schnelle Lösungen an. Auf Grund der Vielzahl an Hilfsmaßnahmen und den zahlreichen Nachschärfungen in den vergangenen Wochen investieren die MitarbeiterInnen in den Tiroler Banken sehr viel Zeit, um die Kunden bestmöglich zu beraten. Aber auch Probleme und Beschwerden seien bei den Tiroler Banken zur Chefsache erhoben worden. „Wir prüfen jeden Fall genau und wollen gemeinsam mit unseren langjährigen Kunden praktikable Lösungen für die Zukunft finden“, so Wanke.

LH Platter abschließend: „Die Tiroler Banken haben vollste Unterstützung zur Sicherung des Standortes sowie der heimischen Arbeitsplätze zugesagt. Wir wollen auch hier weiterhin einen gemeinsamen, partnerschaftlichen Weg gehen. Gerade jetzt ist es aber auch angebracht, den zahlreichen Angestellten der Tiroler Banken zu danken, die sich tagtäglich im unmittelbaren Kontakt mit den Bankkundinnen und -kunden befinden und damit verlässliche Ansprechpartner in der Krise für die Tirolerinnen und Tiroler sind.“

Maximilian Brandhuber


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