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Neuer Verkehrsdienstevertrag ist Meilenstein für den öffentlichen Verkehr in Tirol

Neue Zuggarnituren mit mehr Komfort und besserer technischer Ausstattung, ein verdichteter Fahrplan, Bahnfahrten über den Brenner ohne Umsteigen, zusätzliche Zugverbindungen und ein breiteres Vertriebsnetzwerk für ÖBB- und VVT-Tickets: Das und vieles mehr wird durch die Verträge ermöglicht, welche diese Woche zwischen Land Tirol, Verkehrsverbund (VVT), BMVIT, Schieneninfrastruktur-Dienstleistungsgesellschaft mbH (SCHIG mbH) und ÖBB-Personenverkehr AG für die kommenden zehn Jahre unterzeichnet wurden.

Die neuen Regiozüge vom Typ ÖBB Cityjet Talent 3 Fahrzeuge von Bombardier werden künftig im Tirol-Design unterwegs sein.
Zoomansicht Die neuen Regiozüge vom Typ ÖBB Cityjet Talent 3 Fahrzeuge von Bombardier werden künftig im Tirol-Design unterwegs sein.

Die Vertragsinhalte wurden heute, Donnerstag, von Tirols LH Günther Platter, der für Mobilität zuständigen LHStvin Ingrid Felipe und dem Vorstandsvorsitzenden der ÖBB Holding AG, Andreas Matthä, im Innsbrucker Landhaus präsentiert.

„Die Bahn bildet das Rückgrat des öffentlichen Verkehrs. Mit den neuen Verträgen werden der Fortbestand und der Ausbau des öffentlichen Schienenpersonennahverkehrs in Tirol für die nächsten zehn Jahre abgesichert, wovon vor allem die Pendlerinnen und Pendler in unserem Land maßgeblich profitieren. So werden allein 25 neue Cityjets vom Typ Talent 3 im Einsatz sein, die nicht nur mehr Kapazitäten im Vergleich zu den alten Zügen haben, sondern auch schneller sind und vor allem mehr Komfort, Platz und technische Ausstattung wie etwa WLAN für die Pendlerinnen und Pendler bieten“, erklärten LH Platter und LHStvin Felipe. Besonders erfreut zeigt sich der Landeshauptmann darüber, dass mit den neuen Verträgen auch auf regionale Wünsche eingegangen werden konnte – so wird etwa mit einer zusätzlichen Zugverbindung von St. Johann nach Wörgl, die einen Anschluss an die Regiozüge Richtung Innsbruck gewährleistet, ein lang gehegter Wunsch der Bevölkerung in der Region umgesetzt.

Verträge mit Gesamtvolumen von rund 1,2 Milliarden Euro

Das Land Tirol mit dem VVT, der Bund mit der SCHIG mbH und der ÖBB-Personenverkehr AG kommen in den Verträgen überein, den Zugverkehr in Tirol mit einem Gesamtvolumen von rund 1,2 Milliarden Euro für die kommende Dekade und rund 7,1 Millionen Fahrplan-Kilometern pro Jahr zu sichern. 378 Millionen Euro davon trägt das Land Tirol. Verkehrsminister Andreas Reichhardt erklärte im Vorfeld: „Dieser Vertrag bildet die Basis für weitere Fortschritte im öffentlichen Verkehr in Tirol. Tirol gilt als sehr gutes Beispiel dafür, wie der Umstieg auf den Öffi-Verkehr funktioniert und wie er attraktiv gestaltet werden kann. Vonseiten des Bundes tragen wir dem Rechnung und unterstützen den weiteren Ausbau der öffentlichen Verkehrsnetze und damit umweltfreundliches Reisen bestmöglich.“

Harmonisierte Vertriebssysteme der ÖBB und VVT

Sechs der insgesamt 25 künftig neuen Fahrzeuge können das Stromsystem, das in Österreich und Italien unterschiedlich ist, automatisch umstellen. „Dass der Brenner damit künftig ohne Umsteigen passiert werden kann, hat auch eine starke Symbolkraft: Die Europaregion Tirol, Südtirol und Trentino wächst damit noch näher zusammen“, so LH Platter, der derzeit auch Euregio-Präsident ist.


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