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EuregioFamilyPass: Tausend Vorteile in allen drei Euregioländern

Ein einziger Pass für drei Gebiete und über tausend Vorteile: Seit November letzten Jahres aktiv, ist der EuregioFamilyPass eine Vorteilskarte, die Familien mit Kindern unter 18 Jahren mit Wohnsitz in den drei Euregioländern Tirol, Südtirol und Trentino, sparen hilft und Ermäßigungen für Waren und Dienstleistungen bietet. Das Projekt und seine Ergebnisse sowie die Zukunftsperspektiven des Dienstes wurden heute (4.12.) im Museum für Brauchtum und Tradition des Trentino in San Michele all'Adige präsentiert.

Euregio-Generalsekretär Christoph von Ach stellt den EuregioFamilyPass vor. Foto: USP Trento
Zoomansicht Euregio-Generalsekretär Christoph von Ach stellt den EuregioFamilyPass vor. Foto: USP Trento
Projektleiter Matthias Fink vom EVTZ sprach über die Vorteile des EuregioFamilyPass. Foto: USP Trento
Zoomansicht Projektleiter Matthias Fink vom EVTZ sprach über die Vorteile des EuregioFamilyPass. Foto: USP Trento

Wie die Referenten aus den drei Mitgliedsländern der Euregio erklärten, wurden im Rahmen des INTERREG-Programms Italien-Österreich gemeinsame Ansätze entwickelt, um die Familienpolitik weiter zu stärken, so dass es "von Kufstein bis San Michele  keine Unterschiede in der Familienpolitik zum Nutzen aller Bürger gibt". Durch die Zusammenführung der bestehenden Familienkartensysteme zu einem einzigen EuregioFamilyPass können Familien auf Begünstigungen und Zusatzleistungen in der gesamten Europaregion zugreifen. Dies habe dazu geführt, dass auch die Mobilität von Familien erhöht wurde und nationale und regionale Grenzen zunehmend irrelevant würden. Matthias Fink, Leiter des INTERREG-Projekts, stellte ausführlich das EuregioFamilyPass-System vor, dessen Budget von über 980.000 Euro überwiegend aus Mitteln des INTERREG-Programmes Italien-Österreich stammt. Luciano Malfer, Leiter der Familienagentur der Autonomen Provinz Trient, nannte den Pass ein Beispiel für eine "Wow-Effekt-Politik", die das Ergebnis der Integration von Dienstleistungen in den drei Ländern ist. Damit werde den Bürgern ermöglicht, das Familiennetzwerk zu leben und neue Chancen auf lokaler Ebene wahrzunehmen.

Christoph von Ach, Generalsekretär des EVTZ Europaregion, erläuterte die Funktionsweise des Europäischen Verbunds für territoriale Zusammenarbeit, einer Institution, die seit 2011 besteht und deren zentrale Aufgabe die Stärkung der Zusammenarbeit zwischen den Landesteilen des historischen Tirol sei. Der Familienpass sei ein langfristiges Projekt, das sich direkt an die Bürgerinnen und Bürger der Europaregion richte.

Die Referenten sprachen auch über die Entstehung des Familienpasses in den drei Provinzen der Europaregion. Im Trentino wurde die Familienkarte im Jahr 2016 eingeführt, während 2017 der Übergang zum grenzüberschreitenden Netz des EuregioFamilyPass erfolgte.

Bis heute gibt es rund 6.500 Mitglieder, mit einem wachsenden Trend, wobei großes Augenmerk auf die Sicherheit beim Zugang, beim Datenschutz und auf die einfache Registrierung für Familien gelegt wird. Die Karte kann in drei Formaten ausgegeben werden: Papier-, Digital- oder Plastikkarte. In Südtirol hingehen nutzen 42.000 Personen den EuregioFamilyPass, in Tirol, wo eine Familienkarte bereits im Jahr 2000 eingeführt wurde, sind derzeit 66.000 Karten im Umlauf.

Im Laufe des Vormittags fand ein Runder Tisch statt, der die Vorteile für die Familien und die Partnerorganisationen des Passes aufzeigte und Ideen und Vorschläge für eine Erweiterung des Dienstleistungsangebots hervorbrachte. Unter anderem wurden Ermäßigungen für Treibstoff und für mehr sportliche Aktivitäten diskutiert. Außerdem sollen nach Auffassung der Arbeitsgruppe die Vorteile des EuregioFamilyPass künftig auch auf die  Großeltern ausgedehnt werden.

Das Museum für Brauchtum und Tradition in San Michele all'Adige - Mitglied des Familienbezirks Rotaliana Königsberg - bot die Möglichkeit, das Museum für den ganzen Tag zum symbolischen Preis von 1 Euro zu besuchen. Am Morgen konnten die teilnehmenden Familien den EuregioFamilyPass über die Gesundheitskarte ausdrucken und aktivieren. Wie Direktor Giovanni Kezich erklärte, ist es ein erklärtes Ziel, das Museum von San Michele zu einem Referenzzentrum für kulturelle Dienstleistungen für die Gemeinschaft zu machen.

ag


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