News

EVTZ Vorstandssitzung: Die Euregio baut koordinierende Funktion in den drei Ländern aus

Eine Vielzahl an realisierten Projekten in den letzten beiden Jahren; Jahresbilanz 2016 bei 3,7 Millionen Euro.

Die drei Euregiopräsidenten Platter, Rossi und Kompatscher heute bei der Vorstandssitzung in Sanzeno im Nonstal
Zoomansicht Die drei Euregiopräsidenten Platter, Rossi und Kompatscher heute bei der Vorstandssitzung in Sanzeno im Nonstal
Große Erwartungshaltung vor Beginn der Sitzungen
Zoomansicht Große Erwartungshaltung vor Beginn der Sitzungen
Viele neue Projekte standen auf der EVTZ-Tagesordnung
Zoomansicht Viele neue Projekte standen auf der EVTZ-Tagesordnung
Casa dè Gentili: hier tagten die Euregio-Spitzen
Zoomansicht Casa dè Gentili: hier tagten die Euregio-Spitzen

Von Jahr zu Jahr nimmt die Bedeutung der Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino, sowohl in institutioneller als auch in operativer Hinsicht, zu. In einer Zeit, in der das Thema Grenzen und Grenzmanagement für Europa und seine Mitgliedsländer eine immer größere Herausforderung bedeuten, stellt die Europaregion mit ihrem Einsatz für eine grenzüberschreitende Zusammenarbeit und für eine integrierte Gesellschaft einen absoluten Mehrwert dar.

Das Gemeinsame Büro der Europaregion hat es auch im Jahre 2016 verstanden, seine Vermittlerrolle zwischen öffentlichen und privaten Institutionen auszubauen und dies in eine zunehmende Anzahl von direkten, koordinierten und europäischen Projekten umzusetzen mit einen Jahresbilanz 2016 von 3,7 Millionen Euro. Und dies, obwohl trotz gleichbleibender Humanressourcen die Herausforderung angegangen wurde, die interne Verwaltungsstruktur zu überarbeiten, um die Zukunft der Euregio zu sichern.

Realisierte Projekte im Jahr 2016

Nach dem Start im Jahr 2015 wurden im Jahr 2016 die Pilotprojekte „Euregio Wissenschaftsfonds“ und der „Euregio Mobilitätsfonds“ zugunsten des interuniversitären Austausches weiterverfolgt, insbesondere mit der zweiten Ausschreibung der neu finanzierten wissenschaftlichen Projekte, in Zusammenarbeit dem österreichischen Wissenschaftsfonds FWF, den drei Universitäten Innsbruck, Bozen und Trient und den Landesverwaltungen der Euregio-Länder.

Im rechtlich-sozialen Bereich wurde in Zusammenarbeit mit dem Verein „Jus euroregionale“ eine vergleichende Rechtstagung über die Verwaltungsgerichtsbarkeit auf regionaler Ebene abgehalten. Gemeinsam mit dem Europäischen Forum Alpbach, dem neuen intellektuellen Zentrum der Europaregion und den drei Euregio-Universitäten, wurde auch 2016 das „Euregio Lab“ zum Thema „Wirtschaftlicher Erfolg durch die Stärkung und Beschleunigung von Innovationsketten in der Europaregion“ neu aufgelegt, bei dem  ExpertInnen aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik aus der gesamten Europaregion beim Tiroltag in Alpbach die Ergebnisse mit den politischen Spitzen in Tirol, Südtirol und Trentino diskutierten.

Im Bereich Gesundheit und Soziales wurde 2016 die Zusammenarbeit mit den zuständigen Verwaltungseinheiten der drei Länder gesucht mit dem Ziel, die Sensibilisierungskampagne „Stoppen wir Gewalt gegen Frauen“ auf den Weg zu bringen, welche auch 2017 fortgesetzt wird. Die Europaregion hat zudem auch die Vernetzungsarbeit der jeweiligen Abteilungen für Radio- und Protontherapie in Trient, Bozen und Innsbruck zum Abschluss gebracht und eine diesbezügliche Konvention vorbereitet, die den zuständigen Landesräten zur Unterschrift vorliegt.

Im grenzüberschreitenden Netzwerk der Seniorenwohnheime wurde eine Tagung über die Bestpractices in der Europaregion und über den grenzüberschreitenden Mitarbeiteraustausch unter 10 Seniorenwohnheimen veranstaltet.

Die Zusammenarbeit im Kulturbereich hat sich im grenzüberschreitenden Kulturkalender CONTAKT niedergeschlagen, einer neuen Online-Kulturplattform unter http://contakt.europaregion.info, welche den BürgerInnen der Europaregion einen aktuellen Überblick über sämtliche kulturellen Veranstaltungen in Tirol, Südtirol und Trentino geben soll. Der Kulturkalender CONTAKT ist im Oktober 2016 online gegangen und im November 2016 erstmalig einem breiteren Publikum bei der Euregio-Culturnacht vorgestellt worden.

Gemäß Arbeitsprogramm wurden im Jahr 2016 auch sämtliche Aktivitäten für die Jugend wiederbestätigt, wie beispielsweise das Jugendfestival, das Summer Camp, das Sport Camp und die Akademie der Eurpparegion. Das Euregio Music Camp 2016 das erste Mal angeboten, bei dem in Zusammenarbeit mit den Blasmusikverbänden von Tirol, Südtirol und Trentino eine Sommerwoche für talentierte Nachwuchsmusiker im Euregio-Kulturzentrum Toblach stattfindet. 60 Jugendliche proben dabei für das Euregio-Jugendblasorchester, das anschließend in den drei Ländern der Europaregion je ein Konzert zum Besten gibt.

Im europäischen Kontext der Makroregion Alpen wurde innerhalb EUSALP das Projekt AlpGov auf den Weg gebracht, das den EVTZ Europaregion in der Aktionsgruppe 4 engagiert sieht und für dessen Durchführung eine besondere Form der vertraglichen Zusammenarbeit mit dem Land Tirol gefunden wurde.

Im Jahr 2016 hat sich die Euregio außerdem an 38 koordinierten Projekten beteiligt, die jedoch keine direkte finanzielle Verpflichtung beinhaltet.

Tätigkeitprogramm 2017

Auf der Agenda stehen heuer gleichermaßen die Fortsetzung sämtlicher Projekte aus dem Zeitraum 2013-2016 wie auch die Umsetzung neuer Projekte aus den unterschiedlichsten Bereichen.

Mit Nachdruck wird ein neues, im Rahmen des Programmes INTERREG V A ITALIEN-ÖSTERREICH 2014-2020 angesiedeltes und finanziertes, dreijähriges Projekt mit dem Namen ALBINA (2017-2019), durchgeführt, bei dem federführend die drei Lawinenwarndienste der Regionen unter der Koordination der Europaregion beteiligt sind. Am Projekt beteiligt ist auch die Universität Wien mit dem Institut für Geographie und Regionalforschung. Die zentrale Aufgabe besteht darin, die drei Lawinenwarndienste zu vernetzen und einen regelmäßigen, euregioweiten Lawinenlagebericht für passionierte WintersportlerInnen ab der Skisaison 2018/19 anzubieten.

Natürlich werden auch die Bemühungen für eine umfassende Kommunikationstätigkeit über die verschiedensten Kanäle fortgeführt: Presse und Öffentlichkeitsarbeit, Internet, Socialmedia, Printprodukte, TV und Video, Zusammenarbeit mit den Medien und Veranstaltungen. Das einheitliche Erscheinungsbild – die Corporate Identity - wird auf sämtlichem Infomaterial und sonstigen Euregio-Produkten durchgezogen. Der offizielle Webauftritt www.europaregion.info wird ständig aktualisiert, was auch auf das Euregioportal zum 100-jährigen Gedenken an den 1. Weltkrieg unter www.14-18.europaregion.info zutrifft.

Link zum Herunterladen von Audio- und Video-Dateien


Video Vorstandssitzung
Video Vollversammlung

Video Pressekonferenz

Interview Ugo Rossi

Interview Arno Kompatscher

Interview Günther Platter

Audio: Ugo Rossi - Arno Kompatscher - Günther Platter - Andrea Segrè

ag


» alle News


Inhalt teilen:  Facebook google+ twitter