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Südtirols LR Mussner zu Europäischer Mobilitätswoche: "Ansporn zu sanfter Mobilität"

Sicherheit, Nachhaltigkeit und respektvolles Miteinander: Drei Grundsätze, an denen sich die Mobilität auszurichten hat, formuliert Südtirols Mobilitätslandesrat Florian Mussner anlässlich der Europäischen Mobilitätswoche: "Diese soll in erster Linie ein Ansporn sein, über das eigene Mobilitätsverhalten nachzudenken und es umweltfreundlicher zu gestalten", so Mussner, der vor allem auf die E-Mobility abstellt.

Dass die Elektromobilität nicht nur die Zukunft ist, sondern durchaus schon Gegenwart, davon hat sich LR Mussner in St. Ulrich überzeugt
Zoomansicht Dass die Elektromobilität nicht nur die Zukunft ist, sondern durchaus schon Gegenwart, davon hat sich LR Mussner in St. Ulrich überzeugt

Mit einem Blick auf die Daten hält der Landesrat zunächst fest, dass sich das Mobilitätsverhalten auch dank einer intensiven Verkehrserziehung in den letzten Jahren in die richtige, die nachhaltige Richtung entwickelt habe: So seien etwa die Nutzerzahlen der öffentlichen Verkehrsmittel stark angestiegen: "Die Bahn beispielsweise verzeichnet zweistellige Zuwachsraten und die Tendenz zeigt weiter nach oben", so Mussner.

Trotz der positiven Entwicklung wolle man in Sachen Mobilität nicht stehen bleiben. "Unser Anliegen ist, die Elektromobilität im öffentlichen wie im privaten Bereich als konkrete Alternative weiter zu fördern und so Akzente zu setzen für eine abgasfreie Mobilität", so Landesrat Mussner. Wegweisend seien dabei so große Vorhaben wie die Elektrifizierung der Vinschger Bahn, aber auch kleinere wie die am Wochenende stattgefundene "Eco-Dolomites", mit der die Vorteile von Elektrofahrzeugen auch im alpinen Gelände aufgezeigt worden seien. "Auf die Elektromobilität zu setzen, ist eine ebenso effiziente, wie nachhaltige Mobilitätspolitik", so der Landesrat, der auf einen weiteren Vorteil verweist: "Die Ausweitung der Elektromobilität und die Förderung der Fahrrad-Nutzung sind Schwerpunkte, um Südtirols Positionierung als 'Green Region' weiter zu stärken", so Mussner, der betont: "In diesen Bemühungen stehen wir als Land natürlich nicht allein, sondern werden durch zahlreiche Initiativen und das Engagement der Gemeinden, Bezirksgemeinschaften und vieler Organisationen unterstützt."

Nachhaltig sei die Umstellung auf eine umweltfreundliche Mobilität letztendlich aber nur, wenn sie bereits bei Kindern und Jugendlichen zur Selbstverständlichkeit werde, so der Landesrat. Das Mobilitätsressort versuche deshalb, schon in den Schulen Sensibilisierungsarbeit zu leisten, etwa mit der Kampagne "SOS Zebra", die nachhaltige Mobilität und Sicherheit im Blick hat und am kommenden Donnerstag vorgestellt wird. Zudem beteiligen sich nicht weniger als 228 Klassen mit 3500 Kindern an der Aktion "KlimaSchritte", im Rahmen derer sie unter anderem den Schulweg in der Mobilitätswoche ohne Auto zurücklegen und so Klimaschritte sammeln. Mitmachen sollen zudem auch Lehrpersonen und Eltern (Infos unter www.provinz.bz.it/umweltagentur/umweltbildung/gs-klimaschritte.asp). 

Zur Sensibilisierung beitragen soll schließlich auch die Europäische Mobilitätswoche, die in diesem Jahr unter dem Motto "Our streets, our choice" ("Unsere Straßen, unsere Entscheidung") steht und am morgigen Dienstag startet. In Südtirol haben  43 Gemeinden ihre Teilnahme mit diversen Aktivitäten und Veranstaltungen angekündigt. Zudem nehmen acht Gemeinden am überregionalen Wettbewerb "Blühende Straßen" teil, der vom Ökoinstitut Südtirol im Auftrag der Mobilitätsagentur des Landes organisiert wird. Ziel dieser Initiative ist, Straßen in Lebensräume umzugestalten. Höhepunkt der Mobilitätswoche ist schließlich der autofreie Tag am 22. September.

chr


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