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Land Tirol fördert Innovationsprojekte heimischer Betriebe mit 420.000 Euro

Innsbrucker Unternehmen BHS Technologies als Beispiel für Förderprogramm „InnovationsassistentIn“

LRin Zoller-Frischauf mit Innovationsassistent Lukas Freythaler (Mitte) und BHS-Geschäftsführer Markus Hütter vor dem „RoboticScope®“. © Land Tirol/Kathrein
Zoomansicht LRin Zoller-Frischauf mit Innovationsassistent Lukas Freythaler (Mitte) und BHS-Geschäftsführer Markus Hütter vor dem „RoboticScope®“. © Land Tirol/Kathrein

Mit dem Förderprogramm „InnovationsassistentIn“ unterstützt das Land Tirol heuer wieder 15 Unternehmen mit je 28.000 Euro bei der Anstellung von InnovationsassistentInnen, die in ihren Betrieben bei der praktischen Umsetzung von innovativen Projekten mithelfen. Dabei testen sie neue Verfahren oder entwickeln neue Technologien und bringen das Unternehmen voran. „Vor allem angesichts der Coronakrise geht es darum, dass wir unseren Unternehmen bei der Innovationskraft unter die Arme greifen und sie beflügeln. Aktuell fördern wir 15 Innovationsassistentinnen und -assistenten in ganz Tirol mit insgesamt 420.000 Euro“ betont Wirtschaftslandesrätin Patrizia Zoller-Frischauf.

Förderbeispiel BHS Technologies aus Innsbruck

Unter den geförderten Betrieben ist das 2017 in Innsbruck gegründete, medizintechnische Unternehmen BHS Technologies mit derzeit rund 40 MitarbeiterInnen. Seit Februar 2020 arbeitet Lukas Freythaler als Innovationsassistent im Unternehmen mit. Der 24-jährige Telfer studiert zudem an der Universität Innsbruck im Masterstudiengang Wirtschaftsinformatik. Als Innovationsassistent wird er in den Bereichen Produkt- und Prozessentwicklung sowie Qualitätsmanagement eingesetzt. „Es geht vor allem darum, das interne Know-how der Firma allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern so einfach wie möglich zur Verfügung zu stellen und die internen Abläufe effizienter zu machen“, erklärt Freythaler. Bei seiner Tätigkeit sammle er auch wertvolle Praxiserfahrung für sein Studium.

Der „Tiroler Tesla“ in der Mikrochirurgie

Das Vorzeigeprodukt von BHS Technologies ist das „RoboticScope®“, ein dynamisches Operationsmikroskop, bei dem ein Roboterarm ein 3D-Kamerasystem über dem Operationsfeld bewegt und die Bilder live an ein Display sendet, das die ChirurgInnen am Kopf tragen. So sollen mikrochirurgische Eingriffe zügiger und ergonomischer durchgeführt werden können. „Chirurginnen und Chirurgen bedienen unser digitales Mikroskop mittels Kopfsteuerung und haben deshalb die Hände immer an den Patientinnen und Patienten. BHS Technologies ist ein medizintechnisches Unternehmen, das es sich zur Aufgabe gemacht hat die Benutzerfreundlichkeit für Mikrochirurginnen und -chirurgen maßgeblich zu verbessern – das ist unser Alleinstellungsmerkmal“, erklärt Geschäftsführer Markus Hütter. Im Juni 2020 wurden die ersten vier Geräte exportiert, aktuell plant man bereits den Markteinstieg in den USA. „Vor allem als junges Unternehmen muss man kämpfen, kämpfen, kämpfen und sich ordentlich ins Zeug legen. Der Standort Tirol bietet attraktive Voraussetzungen für die Gründung eines Unternehmens. Das Land Tirol hat uns von Anfang an – auch bereits während des Gründungsprozesses – mit Förderungen sowie Beratungen unterstützt und uns damit sehr geholfen“, so Hütter.

„BHS Technologies hat sich innerhalb von nur drei Jahren zu einem aufstrebenden Tiroler Unternehmen gemausert und ein innovatives Produkt entwickelt, das für den internationalen Markt ein großes Potential mitbringt. Es ist ein Beispiel dafür, wie man mit viel Fleiß in relativ kurzer Zeit etwas Zukunftsträchtiges aufbauen kann. Für diese vorbildliche Leistung gebührt den Gründern und ihrem Team Respekt“, gratuliert LRin Zoller-Frischauf.

Zum Förderprogramm InnovationsassistentIn

Seit dem Jahr 2010 hat das Land Tirol 149 InnovationsassistentInnen gefördert. Am Programm können Unternehmen teilnehmen, die ihren Standort in Tirol haben. Bei Vorhaben im Tourismus sind auch Tourismusverbände antragsberechtigt. Als InnovationsassistentIn können Universitäts- und FachhochschulabsolventInnen beschäftigt werden, wobei eine maximale Berufspraxis von zwei Jahren nach Abschluss des Studiums als Toleranzgrenze anerkannt wird.

Weiterführende Informationen gibt es unter www.tirol.gv.at/innovation.

Quelle: Land Tirol, Abteilung Öffentlichkeitsarbeit   


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