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Tiroler Museumspreis 2014 geht an den Museumsverein Fiss

Tirols Kulturlandesrätin Beate Palfrader überreicht dem Museumsverein Fiss für das Projekt „s’Leben amea“ (früheres Leben) den Tiroler Museumspreis 2014. Schauplatz der Verleihung am Montagabend ist das Heimatmuseum s’Paules und s’Seppls Haus in Fiss. „Der Museumsverein Fiss hat das Museum zur Bühne erklärt und in Kooperation mit der Theatergruppe Fiss und dem Theaterverband Tirol ein innovatives, qualitätsvolles und beispielhaftes Vermittlungsprojekt umgesetzt“, gratuliert LRin Palfrader zur höchsten Auszeichnung des Landes im Museumsbereich in Höhe von 6.000 Euro.

(v.re.): LRin Beate Palfrader mit der Obfrau des Museumsvereins Fiss, Ulrike Wachter, und dem Fisser Vizebürgermeister Christian Kofler vor dem Heimatmuseum s’Paules und s’Seppls Haus (Foto: Land Tirol/Pidner)
Zoomansicht (v.re.): LRin Beate Palfrader mit der Obfrau des Museumsvereins Fiss, Ulrike Wachter, und dem Fisser Vizebürgermeister Christian Kofler vor dem Heimatmuseum s’Paules und s’Seppls Haus (Foto: Land Tirol/Pidner)
LRin Beate Palfrader (3.v.li.), Ulrike Wachter (Obfrau des Museumsvereins Fiss, 5.v.li.) und der Fisser Vizebürgermeister Christian Kofler (6.v.li) mit dem Ensemble der Theatergruppe Fiss im Heimatmuseum s’Paules und s’Seppls Haus.
Zoomansicht LRin Beate Palfrader (3.v.li.), Ulrike Wachter (Obfrau des Museumsvereins Fiss, 5.v.li.) und der Fisser Vizebürgermeister Christian Kofler (6.v.li) mit dem Ensemble der Theatergruppe Fiss im Heimatmuseum s’Paules und s’Seppls Haus.

Stubenspiel als Museumsrundgang
Das Theaterprojekt „s'Leben amea" vermittelt anhand von sechs Geschichten das Alltagsleben zweier Großfamilien, die mit ihrem Vieh bis in die 1960er Jahre unter dem Dach eines großen, real geteilten Bauernhauses lebten. Alle räumlichen Funktionen, Stuben und Ställe, Kammern und Küchen, Werkstätten und Aborte, waren in diesem Haus doppelt vorhanden oder geteilt und mal der einen, mal der anderen Familie zugewiesen. Ein Mit- und ein Durcheinander, das heute kaum mehr vorstellbar ist, in Westtirol aber jahrhundertelang Normalität war. Im „Fisser Museumtheater" wird diese Vergangenheit wieder lebendig. Das Stubenspiel führt durch das ganze Haus und bezieht das Publikum aktiv in das Theatergeschehen mit ein. Die BesucherInnen werden - ausgestattet mit musealen Requisiten - in die Lebenswelt der ehemaligen BewohnerInnen des Hofes versetzt.
Der Preis wird auf Vorschlag des Kulturbeirates für Denkmalpflege und Museumswesen seit 1996 jährlich als Anerkennung für die zumeist ehrenamtlichen Leistungen im Museumsbereich und als Auszeichnung für die Qualität der Präsentation, des Betriebs und des Umgangs mit den Sammlungen vergeben. Seit 2008 werden ausschließlich museale Projekte ausgezeichnet. Im Vorjahr ging der Tiroler Museumspreis für das Projekt „255 K. 20 Jahre Galerie im Andechshof" an das Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck.
Weitere Informationen zum Museumsverein Fiss unter www.museum-fiss.at und zur Theatergruppe Fiss unter www.theatergruppe-fiss.at.

Antonia Pidner


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