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Europäischer Fonds für regionale Entwicklung: Für nachhaltiges Wachstum

Der operationelle Programmentwurf "Investitionen und Wachstum und Beschäftigung" des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung EFRE ist heute (25. November) Nachmittag vorgestellt worden; bei der Informationsveranstaltung wurde über den auslaufenden Programmzeitraum 2007-2013 berichtet und Ausblick auf den Zeitabschnitt 2014-2020 gehalten.

Zur "Stärkung der regionalen Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung in Südtirol" standen in der Programmperiode 2007 bis 2013 fast 74 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung EFRE zur Verfügung. Das Programm ist auf vier Achsen aufgeteilt: Unterstützt werden neben dem Schwerpunkt zur Förderung der Wettbewerbsfähigkeit auch Projekte für eine nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung (Beispiel Wasserstofftankstelle in Bozen Süd) sowie Projekte, die eine Vermeidung naturbedingter Risiken vorsehen (vom Lawinenschutz über die Wildbachverbauung bis zum Pegelstandmesser in der Talfer); die vierte Achse sind die Ausgaben für die technische Hilfe, also die Umsetzung.

Nach der Einleitung durch den Direktor der Landesabteilung Europa Thomas Mathà berichtete Kathrin Oberrauch, im Landesamt für europäische Integration zuständig für regionale Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung, über den Stand der Umsetzung des Programms in den Jahren zwischen 2007 und 2013. Es war möglich, das Programm zu "überbuchen", führte sie aus, da das Land Mittel zur Verfügung gestellt hat. Derzeit sind alle Mittel zweckgebunden, innerhalb von zwei Jahren müssen diese Mittel umgesetzt werden. Eingereicht wurde knapp 200 Projekte, genehmigt wurden 113; 54 davon sind bereits abgeschlossen, 59 befinden sich in der Umsetzungsphase. Die Landesdienste bilden mit 66 Prozent den größten Teil der Projektträger, ein Drittel (33 Prozent) wurde von privaten Projektträgern umgesetzt, ein kleiner, aber signifikanter Teil (14 Prozent) von anderen öffentlichen Dienststellen auf Gemeinde- und Bezirksebene. Weitere Details über die Aufteilung der Gelder finden sich in der PowerPoint-Präsentation im Anhang.

Amtsdirektor Peter Gamper skizzierte die gesetzlichen und programmatischen Rahmenbedingungen für die Jahre 2014 bis 2020 und einen Entwurf der Programmstrategie. Alle Regionen Europas, betonte er, sollten von diesen Maßnahmen profitieren, es geht um intelligentes, integratives, nachhaltiges Wachstum. Die Europäische Kommission hat am 20. November einem Verordnungspaket zugestimmt, das Anfang kommenden Jahres in Kraft treten wird. Im Hinblick auf die Strategie Europa 2020 werden elf thematische Ziele verfolgt, unterteilt in drei Wachstumsbereiche; die Mittel müssen zu 80 Prozent an vier thematische Ziele zugewiesen werden, mindestens 20 Prozent müssen im Bereich Energieeffizienz und erneuerbare Energien investiert werden.

Kai Böhme, Geschäftsführer und Gründer des Beratungsunternehmens Spatial Foresight in Luxemburg, stellte als unabhängiger Bewerter Südtirol in einen europäischen Kontext und erklärte eingangs, Südtirol sei wie Luxemburg, Forschung und Entwicklung seien noch nicht so weit gekommen, wie man es von der Wirtschaftsentwicklung ausgehend vermuten würde.

Weitere Informationen zum EFRE-Programm sind im Südtiroler Bürgernetz zu finden, und zwar auf der Homepage der Europaabteilung des Landes unter www.provinz.bz.it/europa/


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