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Internationaler Tag der Familie am 15. Mai: Familienlandesrätinnen der Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino setzen gemeinsames Zeichen

EuregioFamilyPass-Malwettbewerb für Kinder soll grenzüberschreitende Kreativität und Zusammenhalt fördern

Die Familienlandesrätinnen Zoller-Frischauf (Tirol), Deeg (Südtirol) und Segnana (Trentino) starten zum Tag der Familie einen gemeinsamen Malwettbewerb. (Foto: LPA/EVTZ)
Zoomansicht Die Familienlandesrätinnen Zoller-Frischauf (Tirol), Deeg (Südtirol) und Segnana (Trentino) starten zum Tag der Familie einen gemeinsamen Malwettbewerb. (Foto: LPA/EVTZ)

Zum Internationalen Tag der Familie am heutigen Freitag, 15. Mai 2020, unterstreichen die Familienlandesrätinnen der Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino gemeinsam den Wert der Familie und die Wichtigkeit, alle Familien angesichts der Coronakrise zu unterstützen. In den drei Ländern der Euregio wurden bereits zahlreiche Maßnahmen für Familien gesetzt, um ihnen akute Hilfestellungen zu bieten. „Mit dem EuregioFamilyPass-Malwettbewerb wollen wir jetzt angesichts der Coronakrise ein gemeinsames, positives Signal setzen und mit der grenzüberschreitenden Kreativität die Verbundenheit der drei Landesteile fördern. Der Malwettbewerb bietet eine tolle Gelegenheit, um der kindlichen Fantasie freien Lauf zu lassen und die Zeit, die zuhause verbracht wird, sinnvoll zu nutzen“, informiert die Tiroler Familienlandesrätin Patrizia Zoller-Frischauf. Alle Kinder bis 14 Jahre können teilnehmen und ihre schönsten Bilder bis einschließlich 30. Juni 2020 einreichen. Gestaltet werden soll eine Zeichnung mit Text zum Thema „Familienzeit! Was möchtest du mit deiner Familie in der Europaregion Tirol–Südtirol–Trentino erleben?“. Beim Begleittext dürfen die Eltern gerne behilflich sein. Unter allen Einsendungen werden die vier originellsten Kunstwerke gekürt. Die GewinnerInnen erhalten verschiedene Sachpreise wie beispielsweise einen Euregio-Rucksack, ein Euregio T-Shirt oder eine passende Trinkflasche aus Aluminium.  

Weitere Informationen zum EuregioFamilyPass sowie zum Mitmachen beim grenzübergreifenden Malwettbewerb gibt es demnächst unter www.familypass.eu

Land Tirol steht Familien zur Seite

Auf Initiative von Familienlandesrätin Zoller-Frischauf hat die Tiroler Landesregierung beschlossen, für die Familienförderungen „Schulstarthilfe“, „Kindergeld Plus“ und „Kinderbetreuungszuschuss“ zusätzlich zwei Millionen Euro zur Verfügung zu stellen. „Unsere Familien sind der Grundpfeiler der Gesellschaft und jener Ort, an dem die Menschen Halt finden, insbesondere in Krisenzeiten. Die Coronakrise hat viele Tiroler Familien hart und unerwartet getroffen. Seitens des Landes Tirol wollen wir deshalb eine besondere Unterstützung bieten“, betont Tirols Familienlandesrätin. Im Rahmen einer Sonderregelung werden bei den drei angesprochenen, einkommensabhängigen Förderungen aktuelle, krisenbedingte Einkommensverluste berücksichtigt, damit diese auch bei jenen Personen ankommen, die nun Unterstützung benötigen. Außerdem wurden die Fristen für alle Individualförderungen im Familienbereich ausgedehnt. Darüber hinaus wird mit dem Covid-ArbeitsnehmerInnenfonds einkommensschwachen ArbeitnehmerInnen und ihren Familien finanziell unter die Arme gegriffen. Mit dem Tiroler „Digi-Scheck“ unterstützt das Land die Anschaffung von mobilen Endgeräten, um den Zugang aller SchülerInnen zum digitalen Lernen zu ermöglichen.

Schnelle und unbürokratische Unterstützung für Südtiroler Familien

Den Familien in Südtirol unbürokratisch und schnell unterstützend zur Seite zu stehen, dies sei die Handlungsdevise der Südtiroler Landesregierung im Zusammenhang mit der Coronakrise gewesen, betont Familienlandesrätin Waltraud Deeg. „Wir haben dabei unterschiedliche Maßnahmen getroffen, die von einer Aussetzung der Tarife für Kleinkindbetreuung, Kindergarten und Schule über die Einführung einer Soforthilfe in Höhe von 800 Euro pro Familie bis hin zu einem außerordentlichen Mietbeitrag reichen", berichtet Deeg. Parallel habe man an Unterstützungsangeboten zur Kinderbetreuung gearbeitet und sich dafür auch mit der gesamtstaatlichen Ebene vernetzt: „Die Kompetenz für eine außerordentliche Elternzeit liegt beim Staat. Auch das Verbot einer öffentlichen gruppenmäßigen Betreuung der Kinder in der Zeit der Schulschließung kam aus Rom. Wir haben die Zeit jedoch dafür genutzt unsere Netzwerke zu verdichten und uns gut vorbereiten, sodass wir so bald als möglich den Familien auch im Bereich der Kinderbetreuung zur Seite stehen können", sagt die Südtiroler Familienlandesrätin.

Autonome Provinz Trient hilft Familien mit verschiedenen Maßnahmen

„Der Covid-19-Notstand, den wir derzeit erleben, ist eine beispiellose Gesundheitskrise, die sozioökonomische Auswirkungen auf Gemeinschaften auf allen Ebenen haben wird. Die Aufmerksamkeit der Autonomen Provinz Trient richtet sich insbesondere auf die Schwachen, darunter vor allem Familien und Personen, die in wirtschaftlich, bildungstechnisch und sozial benachteiligten Verhältnissen leben. Wir haben darauf reagiert, indem wir die staatliche Maßnahme des ‚Lebensmittelbonus‘ mit Mitteln der Provinz erweitert haben, um die Unterstützung zu verdoppeln“, informiert Stefania Segnana, die Familienlandesrätin des Trentino. Außerdem habe man die Zahlungen von Schulgebühren ausgesetzt, 4,5 Millionen Euro für Babysitting-Gutscheine bereitgestellt und eine Untersuchung von Familien, Kindern und Jugendlichen durch Fragebögen gestartet, um ihre Bedürfnisse und Sorgen zu ermitteln. Gleichzeitig wolle man wertvolle Hinweise sammeln, um den aktuellen Herausforderungen zu begegnen und neue Möglichkeiten für Familien zu schaffen. „Wir werden allen helfen, die von der Coronasituation betroffen sind. Dabei werden Unterstützungen nach Dringlichkeit abgearbeitet und konkrete Maßnahmen umgesetzt“, so die Landesrätin.

Jakob Kathrein


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