Andreas Hofer Gedenkstätte zu Mantua

Der EVTZ "Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino" wird in Mantua eine Andreas Hofer-Gedenkstätte errichten, in der die geschichtlichen Ereignisse rund um den Tiroler Volkshelden in einem modernen europäischen Blick beleuchtet werden. Darauf hat sich der EVTZ-Vorstand am 23. Mai 2018 bei seiner 17. Sitzung auf Schloss Prösels in Völs verständigt.

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Am Tiroltag am 19. August 2018 beim Europäischen Forum in Alpbach wurde dazu gemeinsam mit der Stadtgemeinde Mantua eine Absichtserklärung  zur Umsetzung dieses wichtigen Projektes unterzeichnet.

Vlnr: Innsbrucks Bischof Hermann Glettler, Paolo Predella (Verein Porta Giulia-Hofer), Massimo Allegretti (Gemeinderatspräsident von Mantua), Martin Reiter (Hofer-Experte), Giuseppe Zorzi, LH Günther Platter, Euregio-Präsident Arno Kompatscher, Fritz Tiefenthaler (Landeskommandant Bund der Tiroler Schützenkompanien), Franz Fischler, Präsident Europäisches Forum Alpbach - Foto: Land Tirol/Sedlak

Gemeinsam mit dem Präsidenten des Gemeinderates der Stadt Mantua, Massimo Allegretti unterzeichneten die Vertreter der Landesregierungen die Absichtserklärung über den Bau eines gemeinsamen Euregio-Denkmals für Andreas Hofer in Mantua. Dieses soll in der Porta Giulia direkt neben dem bestehenden Andreas-Hofer-Denkmal errichtet werden, die Arbeiten sollen spätestens zum 210. Todestag von Andreas Hofer am 20. Februar 2020 abgeschlossen sein.

„Mit der Errichtung einer Andreas-Hofer-Gedenkstätte an Hofers Exekutionsort Mantua, in der nicht nur der Sandwirt, sondern die Tiroler Geschichte neu beleuchtet und verteift werden, entsprechen wir dem Vertrag über die Europäische Union, der den Schutz und die Entwicklung des kulturellen Erbes Europas ausdrücklich als eine der Aufgaben der EU definiert“, erklärt Euregio-Präsident Arno Kompatscher. Die EU solle demnach einen Beitrag zur Entfaltung der Kulturen der Mitgliedstaaten unter Wahrung ihrer Vielfalt bei gleichzeitiger Hervorhebung des gemeinsamen kulturellen Erbes leisten.

Euregio-Präsident Arno Kompatscher bei der Unterzeichnung der Erklärung in Alpbach - Foto: Land Tirol/Sedlak

Andreas Hofer, der Passeier Sandwirt, führte anfangs des 19. Jahrhunderts die Aufstandsbewegung gegen die bayerische und französische Besetzung Tirols an und gilt daher als Integrationsfigur für alle drei Landesteile.

In einem von der Stadtgemeinde Mantua vorgeschlagenen Projekt soll der Tiroler Freiheitskämpfer in einen europäischen Rahmen gestellt werden, der neue Perspektiven in einem europäischem Geist eröffnet. In der neuen Gedenkstätte soll auch die im Jahr 2018 vom Land Tirol erstandene, historisch bedeutsame Sammlung von Gegenständen, Darstellungen und historischen Materialien, die „Sammlung Reiter“, gezeigt werden, die dem EVTZ zu diesem Zweck als Dauerleihgabe zur Verfügung gestellt wird. Martin Reiter hat in über 10 Jahren mehr als 2.555 Stücke gesammelt, von Original-Waffen aus dem 18. Jahrhundert bis hin zu Objekten aus der Neuzeit.


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