Andreas Hofer Gedenkstätte zu Mantua

Andreas-Hofer-Gedenkstätte Mantua – ein Euregio-Projekt nimmt Gestalt an

Seit dem Jahr 2017 bestehen Bestrebungen, in Mantua unserem Tiroler Volkshelden eine würdige Gedenkstätte zu errichten. Am 19. Februar 2020, pünktlich zum 210. Todestag Andreas Hofers, wird die Gedenkstätte in Mantua feierlich eröffnet. Es handelt sich um eine Initiative, die auf Anregung des Verbandes Tiroler Schützen der EVTZ Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino gemeinsam mit der Stadt Mantua und dem Verein Porta Giulia Hofer umsetzt.

Die offizielle Einweihungsfeier der Andreas-Hofer-Gedenkstätte in der Porta Giulia in Mantua findet am 19. Februar 2020 um 17.00 Uhr statt und wird durch das Land Tirol in enger Zusammenarbeit mit dem Verband Tiroler Schützen, der EVTZ Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino, der Stadt Mantua und dem Verein Porta Giulia-Hofer realisiert. Zu dieser öffentlichen Veranstaltung sind Schützenabordnungen aus allen Tiroler Landesteilen herzlich eingeladen.

Ablauf der Einweihungsfeier und Andreas-Hofer-Feier 2020:

>> Link Pressetext zur Einweihungsfeier am 19. Februar 2020

 

>> UPDATE vom 26.11.2019:

Andreas Hofer Gedenkstätte in Mantua nimmt Form an

Seit Anfang des Jahres haben in Mantua an der Porta Giulia die Bauarbeiten für die Realisierung der Gedenkstätte für den Tiroler Volkshelden Andreas Hofer begonnen. Am 26.11.2019 fand dazu ein Lokalaugenschein des Generalsekretärs Matthias Fink und der beiden Direktoren Christoph von Ach und Boglarka Fenyvesi Kiss statt. Die Bauarbeiten gehen zügig voran und die Einweihung wird am 19. Februar 2020 planmäßig stattfinden können, wie Paolo Predella, Obmann des Vereins Porta Giulia Hofer, bestätigt. Im Anschluss an den Lokalaugenschein fand eine Sitzung der Arbeitsgruppe zur Umsetzung des Projekts im Rathaus der Stadt Mantua statt. Die Arbeitsgruppe gehören für die Euregio Siegfried de Rachewiltz, Franco Marzatico und Benedikt Erhard an, die Stadt Mantua ist mit Roberta Piccinelli, Daniela Ferrari und Giacomo Cecchinin vertreten und begleiten das Projekt inhaltlich und organisatorisch.

Der EVTZ "Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino" wird in Mantua eine Andreas Hofer-Gedenkstätte errichten, in der die geschichtlichen Ereignisse rund um den Tiroler Volkshelden in einem modernen europäischen Blick beleuchtet werden. Darauf hat sich der EVTZ-Vorstand am 23. Mai 2018 bei seiner 17. Sitzung auf Schloss Prösels in Völs verständigt.

>> Download Beschluss

Am Tiroltag am 19. August 2018 beim Europäischen Forum in Alpbach wurde dazu gemeinsam mit der Stadtgemeinde Mantua eine Absichtserklärung  zur Umsetzung dieses wichtigen Projektes unterzeichnet.

Vlnr: Innsbrucks Bischof Hermann Glettler, Paolo Predella (Verein Porta Giulia-Hofer), Massimo Allegretti (Gemeinderatspräsident von Mantua), Martin Reiter (Hofer-Experte), Giuseppe Zorzi, LH Günther Platter, Euregio-Präsident Arno Kompatscher, Fritz Tiefenthaler (Landeskommandant Bund der Tiroler Schützenkompanien), Franz Fischler, Präsident Europäisches Forum Alpbach - Foto: Land Tirol/Sedlak

Gemeinsam mit dem Präsidenten des Gemeinderates der Stadt Mantua, Massimo Allegretti unterzeichneten die Vertreter der Landesregierungen die Absichtserklärung über den Bau eines gemeinsamen Euregio-Denkmals für Andreas Hofer in Mantua. Dieses soll in der Porta Giulia direkt neben dem bestehenden Andreas-Hofer-Denkmal errichtet werden, die Arbeiten sollen spätestens zum 210. Todestag von Andreas Hofer am 20. Februar 2020 abgeschlossen sein.

„Mit der Errichtung einer Andreas-Hofer-Gedenkstätte an Hofers Exekutionsort Mantua, in der nicht nur der Sandwirt, sondern die Tiroler Geschichte neu beleuchtet und verteift werden, entsprechen wir dem Vertrag über die Europäische Union, der den Schutz und die Entwicklung des kulturellen Erbes Europas ausdrücklich als eine der Aufgaben der EU definiert“, erklärt Euregio-Präsident Arno Kompatscher. Die EU solle demnach einen Beitrag zur Entfaltung der Kulturen der Mitgliedstaaten unter Wahrung ihrer Vielfalt bei gleichzeitiger Hervorhebung des gemeinsamen kulturellen Erbes leisten.

Euregio-Präsident Arno Kompatscher bei der Unterzeichnung der Erklärung in Alpbach - Foto: Land Tirol/Sedlak

Andreas Hofer, der Passeier Sandwirt, führte anfangs des 19. Jahrhunderts die Aufstandsbewegung gegen die bayerische und französische Besetzung Tirols an und gilt daher als Integrationsfigur für alle drei Landesteile.

In einem von der Stadtgemeinde Mantua vorgeschlagenen Projekt soll der Tiroler Freiheitskämpfer in einen europäischen Rahmen gestellt werden, der neue Perspektiven in einem europäischem Geist eröffnet. In der neuen Gedenkstätte soll auch die im Jahr 2018 vom Land Tirol erstandene, historisch bedeutsame Sammlung von Gegenständen, Darstellungen und historischen Materialien, die „Sammlung Reiter“, gezeigt werden, die dem EVTZ zu diesem Zweck als Dauerleihgabe zur Verfügung gestellt wird. Martin Reiter hat in über 10 Jahren mehr als 2.555 Stücke gesammelt, von Original-Waffen aus dem 18. Jahrhundert bis hin zu Objekten aus der Neuzeit.


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