Grenzüberschreitende Zusammenarbeit bei der Pflege und Betreuung älterer Menschen

Der EVTZ Europaregion forciert auf der Basis einer grenzüberschreitenden Pflegestudie die Vernetzung und den Wissens- und Erfahrungsaustausch unter den verschiedensten Pflege- und Betreuungsdiensten älterer Menschen in den drei Ländern der Europaregion - mit dem Ziel deren Lebensqualität durch aktive Teilnahme und Empowerment zu erhöhen.

Das 8. Symposium fand am 3. und 4. Oktober 2019 in Riva del Garda unter dem Motto "8geben! Eine wertvolle Arbeit für die Gemeinschaft" statt. >> Programm

 

Ziel des Symposiums war es, innovative Strategien zu vermitteln und bewährte Verfahren – auch auf globaler Ebene – auszutauschen, um gemeinsam dem wachsenden Bedarf an Pflegefachkräften in der Seniorenbetreuung entgegenzuwirken.

Die Tagung, die von Massimo Giordani, Direktor der UPIPA, moderiert wurde, begann mit den Begrüßungsworten der Trentiner Landesrätin für Gesundheit, Sozialpolitik, Behinderung und Familie Stefania Segnana und der Präsidenten der Seniorenwohnheime aus den drei Gebieten der EuroparegionTirol-Südtirol-Trentino.

"Es ist eine sehr wichtige Veranstaltung – betonte die Landesrätin Segnana – und gibt Gelegenheit zum Austausch und zur Begegnung, insbesondere zwischen den Akteuren der Seniorenwohnheime. Ein Moment des Austauschs auch von bestehenden Best Practices, aber auch des Vergleichs, um alternative Lösungen für unsere älteren Menschen zu finden. Um die Qualität unserer Seniorenwohnheime und unsere Fähigkeit, auf die Bedürfnisse der älteren Menschen einzugehen, zu verbessern, ist es wichtig Momente der Konfrontation zu fördern. Die gemeinsamen Merkmale der drei Gebiete der Europaregion, wie z.B. die Tatsache, dass sie in einen alpinen Kontext eingebunden sind, helfen uns zu verstehen, wie man Dienstleistungen einrichtet“.

In einer sich ständig weiterentwickelnden Welt haben wir versucht, durch einen Prozess des gegenseitigen Lernens, eine angemessene Antwort auf die Zukunft des Arbeitsmarktes in diesem Sektor zu geben, der für unsere Gesellschaft und für die Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino immer wichtiger wird.

Die Herausforderung für die Zukunft wird der fortschreitenden Alterung der Bevölkerung Rechnung tragen müssen. Es wird notwendig sein, innovative Lösungen zu finden, die nicht nur den Wohnungsbau - also die Betten – berücksichtigen, sondern auch die auf dem Territorium vorhandenen Alternativen wie "unterstütztes Wohnen" und/oder Co-Housing. Dazu benötigen wir geschultes Fachpersonal, das in ausreichender Zahl und Loyalität anwesend ist. Daher wird es in Zukunft notwendig sein, sich auf eine gezielte Ausbildung zu konzentrieren und den Eintritt neuer Mitarbeiter zu fördern, die wissen, wie sie zu einem neuen Kontext passen, der nicht nur den Wohnbereich betrifft.

Mit seinem Impulsreferat veranschaulichte UPIPA-Direktor Massimo Giordani die Herausforderungen des Bedarfs an Fachpersonal in Seniorenwohnheimen, da die Bedürfnisse der älteren Menschen und der Bedarf an kompetentem Fachpersonal steigen. Die derzeit im Einsatz befindlichen Betreuer werden immer älter und es wird immer schwieriger, junge Betreuer zu finden, die bereit sind, diese Aufgaben zu erfüllen.

Gabriele Adelsberger (auf dem Bild des Videos oben) Expertin für neue Ansätze in der Mitarbeiterführung, hielt das Hauptreferat mit dem Titel "New Work in der Pflege": Szenarien und Trends auf dem Arbeitsmarkt im Gesundheitswesen“. Während des Symposiums wurden auch in den Seniorenwohnheimen der Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino bewährte Verfahren vorgestellt. Insbesondere die Family-Audit-Erfahrung im Trentino und das Südtiroler Projekt "Sommer einmal anders" wurden vor den Vorhang gehoben.

Credits: R.Tomazzoni EVTZ Europaregion

An einer globalen Vision fehlte es nicht durch Erfahrungen wie die Nachbarschaftspflege in der Langzeitpflege durch das System "Buurtzorg" und die Initiative der diplomierten Krankenschwester Karin Ott, die derzeit eine private Hauskrankenpflege im Zentralraum Tirols aufbaut.

Karin Ott während ihres Vortrags

Karin Ott während des Vortrags zum "Buurtzorg" Modell (Credits: R.Tomazzoni EVTZ Europaregion)

>>Präsentation Karin Ott

Am Ende des Tages folgte ein Besuch bei der APSP in Riva del Garda. Am darauf folgenden Tag, d.h. am 4. Oktober, fanden Führungen durch die APSP in Storo und Bezzecca (Ledrotal) statt.

rt

 

Intv Gabriele Adelsberger DE.mp4

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Intv Oswald Mair DE.mp4

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INTV Georg Berger DE.mp4

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Intv Karin Ott DE.mp4

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https://we.tl/t-CwwBhgLxDJ

 

Intv Robert Kaufmann DE.mp4

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Intv Moritz Schwienbacher 1 2 DE.mp4

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LINK DOWNLOAD FILE MP3 - nur Audio

Intv Schwienbacher, Kaufmann, Ott, Berger, Mair, Adelsberger DE

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    >> Rückblick Workshop März 2019:

    Unter der Federführung der Europaregion hat am 25. März 2019 ein Workshop mit den Vertretern des Verbandes der Seniorenresidenzen in Tirol, Südtirol und Trentino stattgefunden, bei dem es um den künftigen Bedarf an Fachpersonal in Seniorenresidenzen der Europaregion ging.

    >> Programm Workshop "Fachkräftesicherung in den Seniorenwohnheimen der Europaregion" am 25. März 2019 von 10-17 Uhr in der Eurac in Bozen

    Ausgehend vom Ist-Zustand des Personals in den Seniorenresidenzen in Trentino, Südtirol und Tirol hat der Workshop die Kritikpunkte und Vorschläge zur Verbesserung der Dienstleistungen und Arbeitsbedingungen in der Altenpflege in den Euregio-Gebieten beleuchtet. Ziel der Euregio-Arbeitsgruppe ist es, eine Änderung des Modells und Systems der Ausbildung und Einstellung von Personal im Bereich der Altenpflege und -betreuung vorzunehmen.

    Aus den Ergebnissen und Schlussfolgerungen dieses Arbeitstages wurde der thematische Schwerpunkt für das Symposium für Seniorenresidenzen am 3. Oktober 2019 in Riva del Garda (TN) festgelegt, mit einer geplanten Führung durch einige Einrichtungen des Pflegedienstes im Trentino am darauffolgenden Tag.


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