Euregio-Programm für Ostafrika

Seit 2010 unterstützt die Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino sechs Regionen im Grenzgebiet von Uganda und Tansania im Kampf gegen die Armut: Vorrangig werden Projekte zur Verbesserung der Ernährungssicherheit und der landwirtschaftlichen Entwicklung dieser Gebiete gefördert. Das weiterführende Dreijahresprogramm betrifft den Zeitraum 2021 bis 2024.

Die Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino hat mit Uganda -Tansania eine gemeinsame, grenzüberschreitende Partnerregion gewählt, in der sie gemeinsame Ziele von der Nahrungsmittelsicherheit trotz Klimawandels über den Zugang zu sauberem Trinkwasser bis hin zu wirtschaftlichen Impulse und der Schaffung von Kleinunternehmen verwirklichen kann.

Tirols LH Platter besuchte bereits 2015 die Gebiete in Ostafrika, die seit 2010 von der Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino unterstützt werden. Foto: Bruder und Schwester in Not

„Die wohl effizienteste Hilfe ist die, Menschen in ihrer Heimat dabei zu unterstützen, eine lebenswerte Existenz aufzubauen, sodass sie sich nicht gezwungen sehen, diese zu verlassen. Hauptziel dieses erfolgreichen ländlichen Entwicklungsprogramms bleibt daher die nachhaltige Verbesserung des Lebensstandards der Menschen. So wird ganz besonderes Augenmerk auf eine Entwicklung gelegt, die der Wüstenbildung und der Verschlechterung der Böden durch illegale Waldrodungen entgegenwirkt. Unser Programm soll den bäuerlichen Kleinbetrieben gleichzeitig Wissen vermitteln, ihre Produkte Maismehl, Kaffeebohnen und Milch gewinnbringender zu vermarkten“, unterstreicht Euregio-Präsident und Tirols Landeshauptmann Platter.

Die Kosten dieses Dreijahresprogramms betragen für jedes der drei Länder der Euregio 300.000 Euro. Durch Mitwirkung von Tirol, Südtirol und dem Trentino stehen bis 2023 insgesamt 900.000 Euro zur Verfügung. Die Zusammenarbeit erfolgt mit den ugandischen Distrikten Bukomansimi, Kalungu, Masaka, Rakai sowie den beiden Distrikten Misseny und Kyerwa in Tansania. Wie schon in der Vergangenheit wird die Organisation „Bruder und Schwester in Not“ die Umsetzung des Programms übernehmen. Vorgesehen ist zudem die Zusammenarbeit mit den landwirtschaftlichen Schul- und Forschungszentren in Laimburg, Rotholz und San Michele: Bereits im Jahr 2017 hat ein Ausbildungslehrgang für Agrarfachleute aus den afrikanischen Partnerregionen in der Europaregion stattgefunden.

>> News vom 15.06.2017

>> News vom 28.06.2017

Zum Projekt:

Das grenzüberschreitende Projekt ist Teil der Global Marshall Plan Initiative. Diese hat das Ziel eine "Welt in Balance" zu schaffen. Dabei sollen wirtschaftliche, soziale und Umweltinteressen aufeinander abgestimmt und umgesetzt werden. Die Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino wählte eine gemeinsame, grenzüberschreitende Partnerregion, in der sie gemeinsame Ziele verwirklichen können. Es wurden bei der Entwicklungshilfe in diesem Gebiet folgende Schwerpunkte gesetzt.

  • Schaffung von Nahrungsmittelsicherheit trotz Klimawandels
  • Zugang zu sauberem Trinkwasser
  • Grundversorgung der gesamten Bevölkerung
  • Wirtschaftliche Impulse, Schaffung von Kleinunternehmen
  • Augenmerk auch auf sozial benachteiligte Gruppen

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