Euregio-JungforscherInnenpreis

2021 werden bereits zum zehnten Mal Nachwuchsforscherinnen und Nachwuchsforscher aus der Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino eingeladen, ihre Forschungsarbeiten einzureichen.

 

Gewinner des Euregio-JungforscherInnenpreises (v.l.): Josef Margreiter (Geschäftsführer Tirol Holding), Juryvorsitzende Ulrike Tappeiner (Freie Universität Bozen), Valentina Lazazzara (3. Platz), Barbara Thaler (Vize-Präsidentin Wirtschaftskammer Tirol), Helena Fornwagner (1. Platz), Matteo Giacomo Prina (2. Platz), LH Kompatscher, Luca Matteo Martini (ebenfalls 3. Platz), Euregio-Präsident LH Platter und LH Fugatti. (Foto: Land Tirol/Sedlak)

Anlässlich der diesjährigen Tiroltage in Alpbach können Nachwuchsforscherinnen und Nachwuchsforscher unter 35 (Stichtag: 20.08.1986) ihre Arbeiten einreichen, vorstellen und sich mit renommierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern und politischen Verantwortungsträgerinnen und Verantwortungsträgern austauschen.

Die drei Landeshauptleute von Tirol, Südtirol und Trentino, Günther Platter als amtierender Euregio-Präsident, Arno Kompatscher und Maurizio Fugatti gratulierten in Alpbach (Tirol) den Preisträgerinnen und Preisträgern und dankten ihnen für ihr Engagement: Es sei wichtig, eine Plattform für neue Ideen zu bieten. Junge Menschen und innovative Ideen würden die Euregio von morgen bilden. Initiativen wie die beiden vergebenen Preise würden daher die Möglichkeit schaffen, sich aktiv einzubringen, die Euregio zu gestalten und deren Wert weiter zu steigern.

Euregio-JungforscherInnenpreis 2021

Den mit 5000, 2500 und 1000 Euro dotierten Euregio-JungforscherInnenpreis hat die Juryvorsitzende Ulrike Tappeiner (Freie Universität Bozen) an Helena Fornwagner (Innsbruck, Universität Regensburg) und Oliver Hauser überreicht: In der Studie "Klimamaßnahmen für (meine) Kinder" untersuchen die beiden jungen Forschenden das Phänomen, wie sehr Eltern dazu neigen, freiwillig in Klimaschutzmaßnahmen zu investieren, wenn ihre Kinder ihre Handlungen beobachten, während das Phänomen zurückgeht, wenn die Handlungen der Eltern von anderen Erwachsenen oder Kindern, die nicht genetisch mit ihnen verwandt sind, beobachtet werden.

Zweitplatzierter war Matteo Giacomo Prina (Eurac research, Bozen), den dritten Platz teilen sich ex aequo Valentina Lazazzara (Post-doctoral researcher Fundation Edmund Mach, S. Michele) und Luca Matteo Martini (Universität Trient).

Der Euregio-JungforscherInnenpreis richtet sich an Forschende unter 35 Jahren, die zum Thema "Europe’s Green Transition – The Climate Opportunity" in folgenden Kategorien arbeiten: Wirtschafts-, Politik- und Sozialwissenschaften; Natur-, Agrar- und Ingenieurswissenschaften; Rechts- und Geisteswissenschaften.


Überblick GewinnerInnen des Euregio-JungforscherInnenpreises 2021

  1. Platz: EUR 5.000

Helena Fornwagner & Oliver Hauser

Department of Economics and Econometrics, University of Regensburg, University of Innsbruck Department of Economics, University of Exeter, Harvard University, University of Innsbruck

Klimamaßnahmen für (meine) Kinder

Foto: Euregio/Andrei Pungovschi

Dieses Papier untersucht das Phänomen der freiwilligen Klimaschutzmaßnahmen (VCA). Die Autoren hoffen, mit dieser Studie zeigen zu können, wie sehr Eltern dazu neigen, in VCA zu investieren, wenn ihre Kinder ihre Handlungen beobachten, während das Phänomen zurückgeht, wenn die Handlungen der Eltern von anderen Erwachsenen oder Kindern, die nicht genetisch mit ihnen verwandt sind, beobachtet werden. Tatsächlich zeigt die Studie, dass Eltern 82 % ihrer 69 € in VCA investieren. Die WSK variiert je nach Bedingung (z. B. wenn es sich bei dem Beobachter um ein Kind handelt oder wenn der Elternteil einen High[1]School-Abschluss hat).

 

2. Platz: EUR 2.500

Matteo Giacomo Prina

Eurac research, Bozen

Szenarien für einen hohen Verbreitungsgrad erneuerbarer Energien mit Hilfe von Bottom-up-Modellen für die Energiewende in der EUREGIO

Foto: Euregio/Andrei Pungovschi

Die Studie befasst sich mit der gemeinsamen Energiestrategie für den EUREGIO-Raum, insbesondere mit der Entwicklung neuer Methoden und Modelle, um die politischen Entscheidungsträger bei der Eindämmung des Klimawandels und der Reduzierung der anthropogenen Treibhausgasemissionen wirksam zu unterstützen.

 

3. Platz ex-aequo: EUR 1.000

Valentina Lazazzara

Post-doctoral researcher Fundation Edmund Mach

Nachweis, Identifizierung und funktionelle Charakterisierung von pflanzlichen und mikrobiellen flüchtigen organischen Verbindungen (VOCs), die die Abwehrkräfte der Weinrebe (Vitis vinifera L.) induzieren und Pflanzenpathogene hemmen

Foto: Euregio/Andrei Pungovschi

In dem Papier werden die Auswirkungen des übermäßigen Einsatzes von Fungiziden auf die Umwelt und die menschliche Gesundheit analysiert, wobei die Entwicklung einer Reihe von Pflanzenpathogenen berücksichtigt wird. Dies hat zur Entwicklung neuer Kultursorten durch Züchtungsprogramme zwischen resistenten und anfälligen Pflanzengenotypen und zum Einsatz von Biokontrollmitteln mit antimikrobiellen Eigenschaften geführt. Flüchtige organische Verbindungen (VOC) scheinen eine wesentliche Rolle bei der Kommunikation von Pflanzen mit anderen Organismen zu spielen.

Luca Matteo Martini

Università di Trento

Die mikroskopische Entwicklung eines CO2-Plasmas: Zeitaufgelöste CO2-Dissoziation in einer gepulsten Nanosekunden-Entladung

Foto: Euregio/Andrei Pungovschi

Die Umwandlung von Kohlendioxid (CO2) und Methan (CH4) in wertschöpfende Verbindungen in Rohstoffen und Kraftstoffen ist das zentrale Thema dieser Studie über nachhaltige und erneuerbare Energieträger. In dieser Studie sollen fortschrittliche spektroskopische Diagnosetechniken entwickelt werden, um die chemischen und physikalischen Prozesse in einer elektrischen Entladung zur CO2-Umwandlung zu untersuchen.

 

Weitere FinalistInnen (in alphabetischer Reihenfolge):

Florian Gasser

Hochschule St. Gallen (HSG)

Europas grüner Wandel - Die Klima-Chance Förderung des nachhaltigen Tourismusverhaltens in den Alpen mit Hilfe von Image-Wiedererkennungsmaßnahmen

Nach dem Rückgang des Tourismusangebots aufgrund der Covid-19-Pandemie wartet die Öffentlichkeit auf eine Wiederbelebung der Branche. Die Forderung nach einer Verringerung der CO2-Emissionen, insbesondere im Wintertourismus, hat zur Entwicklung eines nachhaltigen kohlenstoffarmen Tourismus geführt. Ziel dieser Studie ist es, das Verhalten der Touristen zu beobachten, das zur Verringerung der Tourismusmassen und zur Bilanzierung der Emissionen genutzt werden kann, um so eine nachhaltige Wirtschaft in der Euregio zu fördern.

Andreas Mair

Leopold-Franzens Universität Innsbruck Institut für Geschichte und europäische Ethnologie

Historische Waldnutzung und Entstehung von Überschwemmungen. Was wissen wir über den Zustand der Wälder und ihren hydrologischen Einfluss auf die Entstehung von Hochwassern vor 200 Jahren?

Die Studie untersucht den Einfluss von Hochwasser auf die Bevölkerung in alpinen Regionen. Insbesondere das Ausmaß und die Häufigkeit der Niederschläge sowie die Fläche des Bodens. Der menschliche Einfluss und die anthropologische Entwicklung der Natur haben sich bekanntlich auf den Klimawandel ausgewirkt. Um dieses Phänomen am besten beobachten zu können, ist es notwendig, auch die Entwicklung/Veränderung von Überschwemmungen in einem historischen Prozess zu analysieren. Um diese Analyse abzuschließen, wurden auch historische Datenbanken und Software herangezogen.

Video zum Euregio-JungforscherInnenpreis 2021

 


Für Rückfragen Ihre Ansprechperson im Euregio-Team:

 

 

Andreas Eisendle

andreas eisendle@euregio.info

Tel.: +43 512 508 2351

Mobil: +43 676 88508 2351

 


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