Euregio JungforscherInnen Preis

der Wirtschafts- und Handelskammern der Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino 2020

Die Tiroltage des Europäischen Forums Alpbach haben sich in den vergangenen Jahren zum Treffpunkt und Schaufenster der Forschungslandschaft der Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino entwickelt. Die Tiroltage 2020, die vom 20.-23. August in Alpbach stattfanden, widmeten sich den Euregio-Fundamentals und damit den Grundlagen und Perspektiven der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit in der Europaregion.


Anlässlich der diesjährigen Tiroltagen wurden zum neunten Mal NachwuchsforscherInnen aus der Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino eingeladen, ihre Forschungsarbeiten vorzustellen und sich mit renommierten Wissenschaftern und politischen Verantwortungsträgern auszutauschen. Eine hochrangige Jury unter der Leitung von Ulrike Tappeiner, Präsidentin der Freien Universität Bozen, wählte die besten aus insgesamt 13 Projekte von 5 Männern und 8 Frauen aus. Insgesamt waren etwa 20 JurorInnen aus Universitäten und Forschungsreinrichtungen der Europaregion bei der Entscheidungsfindung beteiligt.

Von links nach rechts: Maria Buck (3. Platz), Andreas Eisendle (Europaregion), Laura Volgger (2. Platz),  Dirk Rupnow (Jury), Verena Wiedemair (1. Platz),  Tobias Hell (Jury), Simon Mariacher (Finalist),  Anna Gamper (Jury), Debora Finotti (Finalistin),  Georg Grote (Jury), Florian Gasser (Finalist), Stephanie Risse (Jury), Ulrike Tappeiner (Jury), Gottfried Tappeiner (Jury). Foto: Luiza Puiu

Der mit 2000, 1000 und 500 Euro dotierte Euregio-JungforscherInnen-Preis wird von den Wirtschaftskammern der Europaregion gestiftet.

 

Ulrike Tappeiner, Präsidentin der Freien Universität Bozen, überreichte Verena Wiedemair (Management Center Innsbruck) den ersten Preis. Wiedemair konzentriert sich in ihrem Dissertationsprojekt an der Universität Innsbruck auf die Diversifizierung der Ernährung in den Regionen wie dem Alpenraum, die durch ein starkes Vorhandensein von Monokulturen geprägt sind. Das Experiment reicht von einer nachhaltigen chemischen Analyse bis zur Befragung von Konsumenten.

 

Zweitplatzierte war Laura Volgger und Drittplatzierte Maria Buck.

Die Erstplatzierten des Euregio JungforscherInnen-Preises 2020 mit den Landeshauptleuten der Europaregion: (vl) Maria Buck (3. Platz), LH Günther Platter, LH Arno Kompatscher, Siegerin Verena Wiedemair, LH Maurizio Fugatti, Laura Volgger (2.). Foto: Land Tirol/Sedlak


Die Siegerin des Euregio JungforscherInnen-Preises 2020 Verena Wiedemair. Foto: Land Tirol/Sedlak

 

ÜBERBLICK über die Finalisten des Euregio JungforscherInnen-Preises

 

1. Platz: 2.000 Euro

Verena Wiedemair, MCI Management Center Innsbruck

Revitalisierung von Kleinkulturen im Alpenraum – eine gemeinsame Anstrengung zur Bekämpfung von Monokulturen und zur Diversifizierung der Ernährung

 

Das Dissertationsprojekt an der Universität Innsbruck konzentriert sich auf die Diversifizierung der Ernährung in Regionen wie dem Alpenraum, die durch eine starke Präsenz von Monokulturen geprägt sind. Das Experiment beginnt mit einer nachhaltigen chemischen Analyse zur Ermittlung des Nährstoffbeitrags kleinerer Nutzpflanzen und endet mit einer Befragung von Konsumenten.

 

2. Platz: 1.000 Euro

 

Laura Volgger, Universität Innsbruck

Integration und Emanzipation durch Selbstorganisation

Diese Diplomarbeit analysiert und vergleicht Migrantinnen-Organisationen mit geografischem Fokus auf Tirol und Südtirol. Die empirische Analyse dieser Organisationen zielt darauf ab, die Existenz von Stereotypen und Vorurteilen gegenüber Migrantinnen aufzuzeigen und weiters die Notwendigkeit, neue Instrumente für ihre Integration und Emanzipation zu entwickeln.

 

3. Platz: 500 Euro

 

Maria Buck, Universität Innsbruck

Für eine neue politische Kultur in den Alpen – Widerstand gegen den Güterverkehr und Alpenschutz in Tirol und Südtirol

 

In ihrem Disseratationsprojekt analysiert Buck das Aufeinanderprallen zweier Makroregionen und ihre jeweiligen Bedürfnisse und Prioritäten: Auf der einen Seite steht die Alpenregion (angeführt von Tirol und Südtirol), die ökologische Alternativen zum massiven Güterverkehr über den Brennerpass aufzeigen will. Andererseits spielt die nicht-alpine Region sowie die wichtigsten Wirtschaftszentren auf europäischer Ebene eine Rolle, die freien Handel mit Waren, Energie und Touristenströmen verlangen.

 

Weitere FinalistInnen (in alphabetischer Reihenfolge):

 

Florian Gasser, Universität St. Gallen (CH)

Post it, Like it, Share it & Profit?

 

Ausgehend von der der vitalen Bedeutung des Tourismussektors für die Wirtschaft der Euregio analysiert Gasser in seinem Dissertationsprojekt jene Auswirkungen, die Social Media (ganz besonders Social Media Influencer) auf touristische Entscheidungen haben. Weiters wird das Potential einer einheitlichen Tourismusstrategie für die Euregio untersucht.

 

Debora Finotti, Universität Padua

Der Mehrwert der europäischen territorialen Zusammenarbeit und der EVTZ: Aufbau einer Kohäsions- und Integrationspolitik der europäischen Regionen

 

Finotti untersucht zunächst die wachsende Bedeutung der europäischen territorialen Zusammenarbeit und der EVTZ, um anschließend am Fallbeispiel des EVTZ Euregio Tirol-Südtirol-Trentino die positiven Auswirkungen auf die Zusammenarbeit innerhalb der Euregio zu skizzieren.

 

Simon Mariacher, Universität Wien

Euregio: Erwartungen, Ziele, Zukunft

Die Arbeit untersucht die neue Rolle der Europaregion im Hinblick auf die Autonomie Südtirols. Ausgangspunkt für diese Analyse sind neben der Geschichte Südtirols auch Positionen von Bürgern und Experten, die sich während des Autonomiekonvents 2016 abzeichneten.

 

Zielgruppe:

Zielgruppe waren JungforscherInnen bis zum vollendeten 35. Lebensjahr (Stichtag: 20.08.1985), die zum einschlägigen Thema „Fundamentals: Grundlagen und Perspektiven der Zusammenarbeit in der Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino“ wissenschaftlich arbeiten und entweder an den Universitäten, Hochschulen und Forschungseinrichtungen in der Europaregion oder aus der Europaregion stammend an Universitäten, Hochschulen und Forschungseinrichtungen weltweit tätig sind.

Ablauf:

  • Phase 1: Einreichung einer englischsprachigen Kurzfassung (maximal 1 Seite DIN-A4) bis zum 24. Mai 2020 (neues Datum).
  • Phase 2: Die Jury setzt sich aus sechs FachexpertInnen zusammen und bewertet die Einreichungen, dann werden je Kategorie 2 JungforscherInnen zur Phase 3 eingeladen.
  • Phase 3: Einreichung eines englischsprachigen Abstracts der wissenschaftlichen Arbeit (max. 4 DIN-A4-Seiten) bis zum 30. Juli 2020 (neues Datum).

    Vorstellung und Verteidigung der wissenschaftlichen Arbeit beim JungforscherInnenarbeitskreis der Tiroltage im Rahmen des Europäischen Forums Alpbach am Freitag, 21. August 2020, ca. 14:00 - 18:00 (in englischer Sprache). Den FinalistInnen wird die Anreise nach Alpbach sowie der Aufenthalt in Alpbach (2 Nächte) erstattet.

    Die Bewertung der Arbeiten in Phase 3 erfolgt durch die Jury unter Berücksichtigung des Abstracts (50% einschließlich eines Ausgleichsbonus von 2,5 Punkten für laufende Dissertanten bzw. 2,5 Punkte Ausgleichsabschlag für Post-Docs mit mehr als 3 Jahren ab Dissertation) sowie des Vortrags und der Diskussion beim JungfoscherInnenarbeitskreis (50%).

 

Einreichung: research@europaregion.info


Kontakt für Rückfragen:
Mag. Andreas Eisendle
EVTZ Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino
Tel.: +39 0471 402026; Tel. (aus Österreich): +43 512 508 2351
E-Mail: andreas.eisendle@europaregion.info
Web: http://www.europaregion.info/youngresearcher


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