Euregio-Innovationspreis

gestiftet von den Wirtschafts- und Handelskammern der Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino 2020

Die Tiroltage des Europäischen Forums Alpbach haben sich in den vergangenen Jahren zum Treffpunkt und Schaufenster der Innovations- und Forschungslandschaft der Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino entwickelt.

Bei den diesjährigen Tiroltagen vom 20.–23. August 2020 in Alpbach wurden zum dritten Mal Unternehmer, Erfinder und Entwickler der Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino eingeladen, ihre innovativen Produkte, Technologien und Dienstleistungen einzureichen. Einreichungen waren zu folgendem Thema möglich: Produkt-, Prozess- oder Dienstleistungsinnovationen im Zuge der COVID-19-Krise (Coronavirus). Als Zielgruppe galten Unternehmer und Mitarbeiter (z.B. Erfinder, Entwickler, Projektleiter), die Produkt-, Prozess- oder Dienstleistungsinnovation im Zuge der COVID-19-Krise konzipiert und/oder umgesetzt haben und entweder in einem Unternehmen oder an einer Universität, Hochschule oder Forschungseinrichtung in der Europaregion oder aus der Europaregion stammend in einem Unternehmen oder an einer Universität, Hochschule und Forschungseinrichtung weltweit tätig sind.

Die Erstplatzierten des Euregio Innovationspreises 2020 mit den Landeshauptleuten der Europaregion und  dem Juryvorsitzenden Josef Margreiter: (vl) Johannes Fontana (2.), LH Arno Kompatscher, LH Günther Platter, Sieger Michael Traugott, LH Maurizio Fugatti, Josef Margreiter, Marcel Huber (3.). Foto: Land Tirol/Sedlak

Eine hochrangige Jury unter der Leitung von Josef Margreiter, Geschäftsführer der Lebensraum Tirol Holding GmbH, wählte die besten Projekte aus. Die Innovatoren wurden nach Alpbach eingeladen, ihre Arbeiten vorzustellen und sich mit renommierten Wissenschaftern und politischen Verantwortungsträgern direkt auszutauschen.

Kurzfilm:

 

Der diesjährige Euregio-Innovationspreis geht an Michael Traugott, Sinsoma GmbH in Völs bei Innsbruck und wurde von Juryvorsitzendem Josef Margreiter, Geschäftsführer Lebensraum Tirol Holding verliehen. Gemeinsam mit der Universität Innsbruck hat Traugott ein PCR-Testverfahren entwickelt, das dabei helfen soll, Coronavirus-Testungen ganzheitlich abzuwickeln und die Kapazität für Testungen zu steigern.

Der Euregio-Innovationspreis 2020 geht an Michael Traugott (Foto: Land Tirol/Sedlak)

„Wir gratulieren den Preisträgerinnen und Preisträgern und danken ihnen für das Engagement. Es ist wichtig, eine Plattform für neue Ideen zu bieten. Die Euregio lebt zudem auch vom Input und dem Enthusiasmus junger Menschen – sie sind die Euregio von morgen“, betonten die drei Landeshauptleute im Rahmen der Prämierung am Sonntag, 23. August 2020 unisono.

 

Überblick über die Finalisten des Euregio InnovatorInnen-Preises

1. Platz: 10.000 Euro

Michael Traugott (Sinsoma GmbH, Völs bei Innsbruck)

Covid-19 celPCR-System

Um mehr Menschen effektiver auf das neuartige Virus SARS-CoV-2 testen zu können, hat Sinsoma gemeinsam mit der Universität Innsbruck celPCR-Testverfahren entwickelt, welches Engpässe bei herkömmlichen Verfahren umgeht und eine gesteigerte Kapazität von derzeit 1.100 Tests pro Tag gewährleistet. Der gesamte Prozess – von der Probenentnahme bis zur Übermittlung der Testergebnisse via SMS – kann von Sinsoma als Gesamtdienstleister abgewickelt werden.

 

2. Preis: 7.500 Euro

Johannes Fontana (EmiControls GmbH, Bozen)

Tunnel zur Desinfektion von Personen und Gegenständen

Desinfektionstunnel von EmiControls ermöglichen eine schnelle und wirksame Desinfektion von Personen und Gegenständen beim Betreten von Räumlichkeiten. Innerhalb des Tunnels wird die Person binnen 15 Sekunden von einem dünnen und umweltfreundlichen Nebel benetzt, ohne nass zu werden. Durch das automatisierte System wird die Ausgabemenge des Desinfektionsmittels optimiert und Kosten eingespart.

 

3. Preis: 6.000 Euro

Marcel Huber (SynCraft GmbH, Schwaz):

Erstes Klima-positives Kraftwerk

Krafwerke von SynCraft sind in der Lage, Strom, Wärme und erneuerbaren Kohlenstoff aus Waldrestholz zu generieren. Durch die richtige Verwendung des anfallenden, reinen Kohlenstoffes kann dieser als Wertstoff eingesetzt werden, ohne freigesetzt zu werden – etwa als Bodenverbesserer zur Herstellung fruchtbarer Schwarzerde. Kraftwerke verringern dadurch nicht nur ihren CO2-Fußabdruck, sondern können diesen gar umkehren und somit klima-positiv werden.

 

Weitere FinalistInnen in alphabetischer Reihenfolge:

Ulrich Huber (CLUSTA.Lamps GmbH, Innsbruck)

Designlinie 1411

CLUSTA.Lamps entwickelt in der Linie 1411 Lampenschirme aus reinen Naturmaterialien (Holz, Heu, Stein, Blüten etc.), die individuellen Kundenbedürfnissen angepasst werden können. Durch die patentierte formgebende Fixiertechnologie für Lampenschirme, die sogenannte „Kederfunktion“, kann eine Leuchte mit unendlich vielen Lampenschirmformen gestaltet werden. Die verwendeten Materialien stammen vorwiegend aus Tirol und Südtirol.

 

Rita Schmiederer und Patrick Pixner (duftner.digital group GmbH, Innsbruck)

SAM – der digitale Nachbarschaftshelfer

Bei der App SAM („smart aid mobile“) handelt es sich um eine digitale Vermittlungsplattform für Nachbarschaftshilfe, die besonders auf Notwendigkeiten während des Corona-Lockdowns reagierte. Innerhalb der kostenlosen Applikation können sich sowohl Hilfesuchende als auch hilfsbereite Menschen eintragen und sich digital austauschen. Durch eine einfache und intuitive Nutzungsweise werden bürokratische Hürden umgangen und Zeit eingespart.

 

Frank Steinbacher (eLoaded GmbH, Innsbruck)

eLoaded – The Future of Mobility

eLoaded fördert nachhaltige Mobilitätslösungen, indem das Unternehmen intermodale Mobilitätsplattformen schafft, die auf E-Mobilität ausgerichtet sind. Es werden Ladeinfrastrukturen für Elektrofahrzeuge entwickelt, die sowohl Kapazitäten für einzelne Ladesäulen als auch für ganze E-Mobilitäts-Hubs und größere Ladeparks gewährleisten können. Durch die Schaffung vermehrter Ladepunkte soll u.a. die Verknüpfung des Individualverkehrs mit ÖPNV und Sharing-Modellen verbessert werden.

 

Download:

 

Kontakt für Rückfragen:
Mag. Matthias Fink
EVTZ "Europaregion Tirol-Südtrol-Trentino"
Waaghaus - Laubengasse 19/A - 39100 Bozen
Tel.: +39 0471 402026
Tel. (aus Österreich): +43 512 508 2350
E-Mail: matthias.fink@europaregion.info
Web: www.europaregion.info/innovation


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