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Protokoll über Vereinbarungen zwischen dem Land Tirol und der autonomen Provinz Trient zur Versuchsweisen Einrichtung von zweisprachigen Schulklassen

LR Mitterer und Trentiner LR Salvaterra starten Projekt für „Bilinguale Schule“! Mathematik-Unterricht in deutscher und italienischer Sprache: Das gibt es künftig ab der ersten Klasse an der Volksschule Innere Stadt in Innsbruck sowie an der Volksschule von Trient! Die nötigen Protokolle für das Projekt "Bilinguale Schule" unterzeichneten die für Bildung zuständigen Landesräte Mitterer und Tiziano Salvaterra in Innsbruck.

Projekt Bilinguale SchuleMathematik-Unterricht in deutscher und italienischer Sprache: Das gibt es künftig ab der ersten Klasse an der Volksschule Innere Stadt in Innsbruck sowie an der Volksschule von Trient! Die nötigen Protokolle für das Projekt "Bilinguale Schule" unterzeichneten die für Bildung zuständigen Landesräte Mitterer und Tiziano Salvaterra in Innsbruck.
Der ital. Generalkonsul Giovanni Pedrazzoli sowie Stadträtin Christine Oppitz-Plörer, Dr. Paul Gappmaier (Gruppe Schule, Kultur, Sport) und HR Dr. Robert Gismann (Südtirol-Abteilung) wohnten der Unterzeichnung mit der Delegation aus Italien bei.

„Dies ist ein denkwürdiges Ereignis für unsere beiden Länder. Die Einschreibung für die neuen Klassen hat bereits begonnen, das Interesse der Bevölkerung ist sehr groß. Wir wollen mit diesem Projekt die Qualität der Ausbildung verbessern und den jungen Menschen eine mehrsprachige Zusatzqualifikation mitgeben. Voraussetzung ist ein Lehrer-Austausch zwischen Tirol und dem Trentino, die Lehrpläne werden verknüpft. Die Kinder haben bessere Chancen in der Region und profitieren von der jeweils anderen Kultur“, freut sich LR Mitterer.

„Diese Protokolle sind ein wichtiger Schritt für unsere Länder. Wir starten damit in eine neue Ära der Bildungspolitik und in eine neue Ära der freundschaftlichen Beziehungen zwischen Tirol und dem Trentino. Unsere Ziele sind in dieser Sache identisch, die Multilingualität ist heute zum Bestehen in der EU von entscheidender Bedeutung. Ich wünsche mir eine Erweiterung dieses hervorragenden Projektes auch auf andere Schultypen!“, erklärt Assessor Tiziano Salvaterra.

Als Unterrichtssprache wird in allen Fächern zur Hälfte Deutsch, zur Hälfte Italienisch verwendet. Ausgenommen sind die Fächer Religion, Deutsch und Italienisch.
Das Projekt startet im Schuljahr 2005/2006 mit einer ersten Klasse, die allgemeinen, vorgegebenen Bildungsziele der beiden Länder bleiben für die Klassen gleich (sie stimmen im wesentlichen überein).
Die Pflichtstunden werden in Innsbruck wie Trient um zwei (in der 1. Schulstufe) bzw. eine (2. bis 4. Schulstufe) schulautonome Stunden erweitert, in allen 4 Schulstufen werden somit in IBK 26, in Trient 27 Schulstunden gehalten, die Schülerhöchstzahl wurde mit höchstens 25 Kindern pro Klasse festgesetzt.

Christian Mück (Tiroler Landeszeitung - Publiziert am 20.04.2005)
Fotoservizio a cura dell'Ufficio stampa della Provincia autonoma di Trento

 
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